Ursprünglich entstand das Bad als Nebenprodukt des Mühlbaches, der die Pragermühle speiste. Dieser zweigte bei der Brücke zum Speichberg mit einem Wehr vom Wienfluss ab. Ende des 19. Jahrhunderts stellte die Pragermühle den Betrieb ein.
Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise findest du auf der Wienerwaldbad - Seite.
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Damals hieß die Gasse vor dem Eingang Deutschwaldgasse und das Bad Deutschwaldbad. Dort wo Kapelle und Tor stehen, ist heute die Tullnerbachstraße-B44. Kapelle, Tor und Pragermühle mussten ihr weichen. Links vom Tor stand die Kössner-Villa, heute ist dort der Beachvolleyball-Platz.
Foto: Stadtmuseum, bearbeitet
Das Nachfolgebad der Pragermühle war dann ab 1906 ein gemeindeeigenes Unternehmen, bis es 1936 an Private verkauft wurde.
Das damalige Hauptgebäude wurde 1932 von der Gemeinde errichtet. Von 1936 bis 1963 stand hier die private Badeanstalt Josef Krist. Damals war noch kein Parkplatz davor. Abbruch 1965.
Foto: Stadtmuseum, 1932, bearbeitet
1965 begann ein Bad-Neubau: ein Schwimmbecken von 33 1/3 Meter Länge mit 6 Bahnen, ein Becken für Nichtschwimmer, eine Wasserumwälzanlage, Kabinen und Kästchen für 1000 Personen, eine Saunaanlage und eine Badewart-Wohnung. Am 27. Mai 1967 fand im Rahmen der Stadterhebung die Eröffnung statt.
Foto: Karl Berger, 2000
2018/2019 wurden das Haupthaus und der Kabinen- und Kästchentrakt erneuert. Am Dach wurde eine 17 kWp-Photovoltaik-Anlage zur Eigenstromnutzung installiert – die Überschussenergie wird in den Nichtbetriebsmonaten ins Netz eingespeist. Das Duschwasser wird mit der Abwärme der Kältemaschine für die Buffetkühlungen und der Klimaanlage in der Küche erwärmt.
Ansicht 2026
Fröhlicher Badebetrieb 1941 trotz schmutzigem Wienflusswasser und Blutegeln.
Ansicht: Stadtmuseum 1941 bearbeitet
Buntes Treiben in der alten Badeanstalt Josef Krist.
Foto: Franz Matzka 1961 bearbeitet
Die Ansicht des Haupthauses von innen kurz vor dem Abbruch 1965.
Ansicht: Stadtmuseum 1965 bearbeitet
Die Innenansicht von 1967 bis 2018. In Anpassung an das neue Hygiene-Gesetz wurden 1979/1980 Adaptierungen und Reparaturen durchgeführt, weitaus stärkere Umwälzpumpen eingebaut und ein eigenes Gebäude für die Wasseraufbereitung sowie Druckausgleichsbecken geschaffen. Um für die neuen Einrichtungen und um mehr Liege-Platz zu schaffen, wurde das Haus der ehemaligen Bäckerei Welt, Tullnerbachstrasse 10, im Oktober 1979 erworben und abgetragen.
Ansicht: 2016
Die Ansicht des Haupthauses seit 2019 von innen mit Dachterasse.
Ansicht: 2026
Die Innenansicht vom 1. Stock des Haupthauses gesehen, ab 1965
Foto: Stadtmuseum 1967 bearbeitet
Seit 2000 gibt es die heutige Beckenlandschaft mit Sportbecken, Nicht-Schwimmer-Erlebnisbereich mit Whirlliegen, Bodenblubber, Strömungskanal und Wasserrutsche, ein Sprungbecken mit 1-Meter und 3-Meter-Brett sowie ein separates Kinderbecken.
Ansicht: 2026
Diese Seite enthält auch Material einer Veranstaltung der VHS Purkersdorf über den Wienfluss. Dank an Dr. Christian Matzka und Beatrix Kaukal.
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