Daniel Kamieniecki, bisher Pfarrvikar der Pfarren Ober St. Veit und Unter St. Veit–Zum Guten Hirten in Wien 13, wurde mit 8. September 2026 zum Pfarrprovisor der Pfarren Purkersdorf, Wolfsgraben und Tullnerbach ernannt.
Daniel Kamieniecki kommt aus Schlesien, einer Region in Polen. Er kam als 14-Jähriger in die USA und ein Jahr später nach Nordrhein-Westfalen in Deutschland. Er studierte Psychologie und trat in die Gemeinschaft der Seligpreisungen ein. In Sizilien entdeckte er durch die Pfarrmissionen den Geschmack an der priesterlichen Berufung. Nach Österreich kam er mit der Gemeinschaft, entschloss sich aber später dazu, um die Aufnahme ins Wiener Priesterseminar zu ersuchen. Priesterweihe 2008, dann Kaplan in der Pfarre Aspern, wo er neben der deutschsprachigen ebenfalls die polnischsprachige Gemeinde betreute. Es folgten ein Jahr als Kaplan für zwei Pfarren in Breitenfurt (NÖ) und schließlich elf Jahre als Krankenhausseelsorger, Teamleiter und Kirchenrektor der Spitalskirche in der Klinik Ottakring (Wilhelminenspital). Ab September 2022 war Daniel Kamieniecki als Pfarrvikar in den Pfarren Ober St.Veit und Unter St. Veit – Zum Guten Hirten tätig.
Seit September 2011 war Dr. Marcus König Pfarrer der r.k. Pfarre Purkersdorf. 2026 legte Marcus König seine Leitungsfunktionen zurück: Er resignierte mit 6. September auf die ihm anvertrauten Pfarren und wurde mit 7. September auf eigenen Wunsch auch als Dechant entpflichtet.
Einladung ist ein anderer Name für Kirche !
Im Namen unserer Stadtpfarre möchte ich Sie herzlich grüßen. Seit 870 Jahren besteht Purkersdorf; vor etwa 700 Jahren zeigen sich die ersten Spuren kirchlichen Wirkens an diesem Ort. Im 13. Jahrhundert wurde unsere Pfarre von der ehemaligen Mutterpfarre Sieghartskirchen abgetrennt. Schon seit der Gründung standen Pfarre und Kirche unter dem Patronat der Grundherrschaft Purkersdorf. 1333 wurde die Pfarre Purkersdorf landesfürstliche Patronatskirche- und Patronatspfarre der Habsburger. Unsere Pfarrkirche, dem Hl. Jakobus geweiht, wurde 1529 und 1683 von den Türken zerstört. 1805 und 1842 brannte die Kirche. 1935 kam es zum Erweiterungsbau. Am 12.7.1936 erfolgte die feierliche Weihe der erweiterten Kirche. Seit 1727 ist die Kirche auch Wallfahrtskirche mit dem Gnadenbild "Trösterin der Betrübten". Auch der Pfarrhof wurde mehrmals zerstört; seit 1782 besteht der heutige Bau. 1976 wurde ein eigenes Pfarrheim errichtet; dort finden die Veranstaltungen der Pfarre statt.
Die Stadtgemeinde Purkersdorf zählt derzeit 10000 Einwohner (Erst- und Zweitwohnsitze); im Gebiet der Stadtpfarre Purkersdorf wohnen etwa 5000 Katholiken. 1942 wurde die Pfarre Tullnerbach errichtet und der westliche Teil unserer Pfarre (Mindersiedlung, Sagbergsiedlung und An der Stadlhütte) wurde an die Pfarre Tullnerbach abgetreten.
Was von der 1. Christengemeinde in Jerusalem gesagt wird, soll auch das Leben unserer Pfarrgemeinde bestimmen: Das Festhalten an der Lehre der Apostel, die Erfahrung der Gemeinschaft unseres Glaubens, die Begegnung mit Jesus Christus in der Eucharistie und die Verbundenheit mit Gott im Gebet (vgl. Apg. 2,4).
Ich lade Sie herzlich ein und hoffe, daß unsere gemeinsame Freude am Herrn für uns und viele zur Kraft und Stärke wird.
Ich bitte Sie um Ihr Mittun in unserer Stadtpfarrgemeinde.
Pfarrer Anton M. Guber
Monsignore Dr. Anton Michael Guber war von 1999-2011 Pfarrer von Purkersdorf