LiB & G

Aufregung um Spielplatz


 

VON ERNST SUSICKY
PURKERSDORF / Die Bewohner der Wohnhausanlage in der Wintergasse 48 haben ein massives Problem: Sie haben zwar Wohnungen, aber keinen Spielplatz für ihre Kinder.
Eine einfache Lösung liegt in Sichtweite: Der Kinderspielplatz des Kindergartens grenzt direkt an die Wohnanlage. „Dürfen die Kinder der Wohnhausanlage nun den Kinderspielplatz benutzen?“, war die Frage der Bewohner. Eine Anfrage zur Benutzung dieses Kinderspielplatzes stellte die Liste Baum & Grüne bereits bei der jüngsten Gemeinderatssitzung als Dringlichkeitsantrag. Diesem Antrag wurde die Dringlichkeit allerdings nicht zuerkannt, daher wurde darüber auch nicht abgestimmt.
Sabine Aicher von der Liste Baum & Grüne stellte daraufhin eine Anfrage an die Landesregierung und bekam von Reinhart Handl von der Abteilung Kindergärten, K5, folgende Antwort: „Zusammenfassend ergibt sich, dass der Kindergartenerhalter (die Gemeinde) außerhalb der Öffnungszeiten des Kindergartens den Kindergarten auch für andere Zwecke nutzen darf (ohne Zustimmung durch die Landesregierung). Selbstverständlich gilt auch für den Kindergartenerhalter, dass die ordnungsgemäße Führung des Kindergartens nicht gefährdet werden darf. Es liegt nun im Entscheidungsbereich des Kindergartenerhalters.“
Stadtamtsdirektor Burkhard Humpel sagt dazu: „Wenn eine zweckfremde Nutzung einer ordnungsgemäßen Führung des Kindergartens nicht im Weg steht, spricht nichts dagegen. Allerdings wüsste ich gerne, wie das gewährleistet werden soll? Wir müssten den Kinderspielplatz jeden Tag in der Früh überprüfen.“ Konkret geht es Humpel um mögliche Vandalenakte, wie sie bei den öffentlichen Spielplätzen immer wieder passieren.
„Vandalismus als Argument anzuführen ist billig“, so Aicher, die den Vorschlag der Bewohner vorbringt: „Eltern aus unserer Wohnanlage, deren Kinder den Spielplatz benützen wollen, melden sich an und übernehmen auch die Verantwortung.“ Aicher argumentiert weiter: „Der Kindergarten wird ja jetzt auch schon gewerblich für andere Zwecke genutzt, warum nicht auch der Kinderspielplatz?“
Humpel gibt allerdings zu bedenken: „Wer bestimmt, wer den Platz benützen darf? Möglicherweise wollen ihn auch die Kinder aus den umliegenden Wohnbauten den Platz benutzen.“
Aicher will jedenfalls einen entsprechenden Antrag bei der kommenden Gemeinderatssitzung einbringen.


 






Letzte Änderung: 2012-06-18

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