Purkersdorf Forum Archiv 2006
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indirekt Betroffener ? sagt am 12.04.2006 16:56 zu vater ?:Nächster Beitrag

Re: AHS Purkersdorf


Wir wurden mit der Aufnahme-Situation vor einigen Wochen
konfrontiert, als wir bei Freunden kurz nach deren Aufnahmegespräch zu Besuch waren.Auch ihr Kind hat einen 2er und steht auf der Warteliste,sie wohnen in der Nähe der Schule. Das Kind heulte, die Eltern waren leicht panisch, weil sie nicht damit gerechnet hatten, sich ernsthaft nach einer Alternative umsehen zu müssen.Da wir in einigen Jahren auch davon betroffen sind, haben wir noch den ganzen Nachmittag darüber diskutiert. Viele Fragen sind dabei aufgetaucht:
--Wieso ist es nicht möglich, bei über 120 verfügbaren Plätzen alle Schüler aus Purkersdorf mit AHS-Reife unterzubringen? Heuer gibt es nur drei 4.KLassen,d.h. nicht mal 90 KInder, und davon können und/oder wollen sicher nicht alle ins Gymnasium hier. Ich schätze,

sie würden ca. die Hälfte der verfügbaren Plätze brauchen. Den Rest könnte man dann natürlich an die besten Schüler aus dem restlichen Einzugsgebiet vergeben.
--Wie sinnvoll ist es, dass Purkersdorfer Kinder täglich in den 14. Bezirk pendeln müssen, Kinder aus dem 14. Bezirk- die womöglich ganz in der Nähe einer dortige Schule wohnen- täglich nach Purkersdorf pendeln? Was bedeutet das für das Verkehrsaufkommen, die allmorgendlichen Staus, Lärm- und Feinstaubbelastung, Energieverbrauch usw.? Wenn diese Kinder öffentlich unterwegs sind, warum muss der Steuerzahler jahrelang völlig unnötige Freifahrten finanzieren?
--Was bedeutet es für diese Kinder, täglich 1-2 Stunden Schulweg auf sich zu nehmen, wenn sie doch bequem zu Fuß in die Schule gehen könnten? Immerhin ist das wertvolle Lebenszeit, die man sinnvoller füllen könnte.
--Was denkt sich so ein Kind, wenn es täglich am Purkersdorfer Gymnasium vorbeifährt? Welche Beziehung wird es später einmal zu Purkersdorf haben? Durch den verlagerten Freundeskreis wird es eher viel Zeit in Wien verbringen und sich irgendwann nicht sehr mit Purkersdorf identifizieren. Unsere Politiker und Gewerbetreibenden klagen oft darüber, dass Purkersdorf für viele eine reine Schlafstadt ist. Wäre es nicht ein wichtiger Beitrag zu einer gegenteiligen Entwicklung, die Kinder durch ihre Schule an den Ort zu binden?
--Warum sollen sich diese Kinder später für Purkersdorf engagieren, auf politischer und kultureller Ebene, bei Feuerwehr, Rettung, div. Vereinen usw. mitmachen?
--Hat es die Stadtgemeinde Purkersdorf - und somit uns alle - nicht eine Menge Geld gekostet, diese Schule mitzufinanzieren? Warum müssen unsere Kinder dann nach Wien, Tulln oder in Privatschulen ausweichen?
Wer hat Antworten darauf?

Gratuliere, sie haben alles konzise auf den Punkt gebracht!!!
Gerade heuer besonders himmelschreiend bei nur 3 4. Volksschulklassen Soviele intelligente Fragen und keine, fadenscheinige bis dumme Antworten sind leider zu erwarten!! Unser Sohn hat zwar lauter 1ser, trotzdem werden eine Menge seiner Freunde teilweise bis in den 7. Bezirk ab dem nächsten Jahr hineinpendeln, nur weil sie 1 oder 2 zweier im Zeugnis haben!!!!

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