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Wanderer ® sagt am 16.10.2012 11:37 zu Schlagitweit ®:Erster Beitrag

Re: Ein Lob für eine mutige Verkehrspolitik


Ein Lob für eine mutige Verkehrspolitik???
Ich würde da eher von Mut für eine hinterfragenswürdige Abzock-Aktion sprechen. Bzw. Mut, dass man es schafft, innerhalb kürzester Zeit die Lebensqualität vieler Österreicher massiv zu minimieren, Hass innerhalb der Bevölkerung zu schüren und dann das Ganze als tolle Verkehrspolitik zu verkaufen.

Kein Verständnis habe ich allerdings für jene, die sich überall die Vorteile heraus picken und dann von den "Eingeborenen" verlangen, dass sie ihren Lebensraum für deren Benzinkutschen kostenlos zur Verfügung stellen.

Wer oder was sind in ihren Augen die "Eingeborenen"?? Es gibt in Österreich Gesetze, die Rechte und Pflichten von Staatsbürgern regeln (sollten).
Das klingt, als würden sie jetzt auch gerne ein Parkpickerl in Purkersdorf sehen, da auch hier viele „Benzinkutschen den Eingeborenen Lebensraum wegnehmen“???
Noch unglaubwürdiger wird die Politik, wenn sie alle Visionen zu Verkehr und Entwicklung eines Lebensraumes den Automobilinteressen unterwirft.

Am ungläubigsten jedoch sind Politiker, die schamlos öffentlich auftreten und behaupten, dass sie Visionen zur Entwicklung des Lebensraumes haben und unterstreichen, wie wichtig es für unsere Umwelt ist, aber in Wirklichkeit nur Möglichkeiten suchen, wie man neue Einnahmen erschließt. Statt mutig zu sein, und als Erstes Sparpotentiale zu realisieren, sind natürlich neue Einnahmen der einfachere Weg….
Falls es der Politik wirklich ein Anliegen wäre, das Verkehrsproblem in den Griff zu bekommen, dann müssten diese „Kindergartendiskussionen“ ein Ende haben: das ist das Problem der Wiener und nicht der Niederösterreicher, da zahlen wir nicht mit; wenn wir das machen, dann gibt es einen Kaufkraftabfluss ins andere Bundesland… Die einzige Möglichkeit wären Bundesländerübergreifende Konzepte, die Öffentlichen Verkehrsmittel bis an die Stadtgrenzen zu verlängern (U Bahn bis SCS, Auhof,…) und dort ausreichend gratis/günstigste Parkplätze zu schaffen. Das kostet zwar Geld, aber dann gäbe es keine Probleme mehr. Alles andere ist einfach eine Abzock-Aktion, wo schnell versucht wird, neue Einnahmen unter dem Deckmantel „ökologische Verkehrspolitik“ zu generieren. Das hat nichts mit einem mutigen zukunftsweisendem Weg auf sich, sondern ist ein dilettantischer Versuch. Und ich bin mir sicher, dass viele Wähler nicht so naiv sind und auf die sehr durchschaubare Kommunikationsstrategie der Grünen hineinfallen. Aber vor Wahlen zu pokern, da benötigt man Mut.

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