Purkersdorf Online

Handlungsbedarf bei Bahnstation Sanatorium


Seit 1. August 2019 bin ich stolzer Besitzer einer Jahreskarte für die Wiener Linien. Kostet weniger als das Jahresservice für mein Auto! Das hatte zur Folge, dass ich im August und September 2019 ca. 1200km mit dem Auto gefahren bin, im Gegensatz zu ca. 2700km im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das sind natürlich Werte, die nur für mich persönlich Relevanz haben und bei anderen Personen völlig anders sein können.

Mein besonderer Vorteil ist allerdings der Wohnort unmittelbar bei der Haltestelle Purkersdorf-Sanatorium, welche die letzte Station der Wiener Kernzone ist. Die Mehrzahl der Purkersdorferinnen und Purkersdorfer wohnt aber in der Außenzone und muss zusätzlich 41,40€ im Monat berappen!

Das ist auch der Grund, warum bei der Bahnstation Purkersdorf-Sanatorium immer relativ viele Personen in Richtung Wien einsteigen. Natürlich kommen da nicht nur Fußgänger, der kleine vorhandene Parkplatz wird auch gerne von weiter entfernt wohnenden Personen genutzt. Ich habe den ganzen September 2019 jeweils von Montag bis Freitag die abgestellten Fahrzeuge gezählt. Dabei habe ich folgendes herausgefunden:

Im Schnitt stehen 8 Autos pro Tag auf diesem Parkplatz. An einem einzigen Tag war ein Höchststand von 11 Autos zu vermerken. Für Autos ist dieser Parkplatz extrem ungünstig. Er hat keinerlei Markierungen, daher kann die Kapazität durchaus unterschiedlich sein, je nachdem wie schlau sich die ersten Benutzer am Tag hinstellen. Findet man keinen Platz, hat man das Problem, dass man durch den Umstand, dass zum Parkplatz nur eine Privatstraße führt, es kaum weitere Parkmöglichkeiten in der näheren Umgebung gibt. Was zu einem längeren Fußweg und im ungünstigsten Fall ein Parken beim Bahnhof Unter Purkersdorf erfordert. Inklusive Mehrkosten.

Das Gros der Parkplatznutzerinnen und -nutzern sind Radfahrer. Im Schnitt 36 täglich, wobei bis zu 47 Fahrräder gezählt werden konnten. Die vorhandenen Radständer sind meist an der Grenze ihrer Kapazität. Selbst an Regentagen wird eifrig Rad gefahren. Zusätzlich zu den Radständern wird noch gerne auf der überdachten Brücke über den Wienfluß und am Geländer zum Bahnsteigaufgang geparkt.

Im Schnitt war nur ein Moped vorhanden, E-Bikes oder Scooter wurden keine gesichtet, Diebstahlgefahr zu hoch.

Fazit:

Für Autofahrer hat das Parken nur einen Sinn, wenn man ganz zeitig kommt, sonst ist das Risiko zu groß, keinen Parkplatz zu finden. Die Anzahl der Autofahrer kann man fast schon als vernachlässigbar gering bezeichnen.

Für Radfahrer, die den Löwenanteil der Benutzer bilden, wären mehr und überdachte Abstellplätze gefragt. Wäre auch noch eine versperrbare Abstellanlage für E-Bikes und E-Scooter vorhanden, könnte damit auch noch das Einzugsgebiet erweitert werden.

© 2020 by Gerhard Bürgmann


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Letzte Änderung: 2020-01-16 - Stichwort - Sitemap