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Klimaschutz: Mehr Züge im Nahverkehr

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Purkersdorf fordert Inbetriebnahme der Unterflurtrasse in Hadersdorf

Durch die Inbetriebnahme der Unterflurtrasse in Hadersdorf könnten wieder vier Gleise zur Verfügung stehen. Diese dringende Verbesserungsmaßnahme für den öffentlichen Nahverkehr ermöglicht mehr Züge zum Fahrplanwechsel im Dezember. Es ist möglich, mit vertretbarem Aufwand die beiden zusätzlichen Gleise in Wien Hadersdorf demnächst fertig zu stellen. So lauten die Aussagen von Andreas Offenborn, Sprecher des Aktionskomitees „Unsere Westbahn - Unsere Busse“.

Derzeit kommt es bei der Abwicklung des Personenverkehrs auf der Westbahn im Berufs- und Schülerverkehr häufig zu Verspätungen und Zugausfällen.

Vor Baubeginn des Projektes Westknoten - Lainzer Tunnel standen im Streckenabschnitt Wien Hütteldorf bis Unter Purkersdorf vier Streckengleise der Bahnbetriebsabwicklung zur Verfügung, auf denen die verschiedenen Zugarten teilweise parallel unterwegs waren. Ab dem Baubeginn mussten zwei dieser Gleise der Baustelle weichen, es kam zu Verkehrseinschränkungen, speziell in der sensiblen Zeit, dem Frühverkehr.

Heute ist der Knoten im Rohbau fertig gestellt. Die beiden Gleise, die dem Bahnbetrieb noch immer fehlen, sind begonnen, Fahrleitung und Signalisierung fehlen noch. Teile dieses Knotens, unter anderem die Weichenhalle Hadersdorf, werden derzeit von der ÖBB Infrastruktur Bau AG benützt, Erdaushubzüge des anschließenden Bauabschnittes Wienerwald Tunnel zu beladen, um das Aushubmaterial zu einer Deponie transportieren. Für die Beladung der Bauzüge müsste auch ausreichend Platz vorhanden sein, wenn gleichzeitig ein Teil der Züge der Westbahn über die noch fertig zu stellenden Gleise geführt wird!

Um dieses Vorhaben zu unterstützen und Verbesserungsmaßnahmen für den öffentlichen Verkehr zu erreichen, hat Verkehrsstadträtin Schmidl dem Gemeinderat eine Resolution vorgelegt, die einstimmig beschlossen wurde. Diese ÖBB-Resolution soll demnächst von Bürgermeister Schlögl und Verkehrsstadträtin Schmidl dem  Bundesministerium für Verkehr, Infrastruktur und Technologie und der ÖBB Infrastruktur  übergeben. Auch die Nachbargemeinden entlang der Westbahn werden über diese Aktion der Stadtgemeinde Purkersdorf informiert und zur Teilnahme eingeladen.

Stadträtin Schmidl schlägt vor, Bundesminister Faymann und Vertretern der ÖBB die Resolution bei einer Begehung vor Ort auf der Baustelle in Hadersdorf zu übergeben.

Die Resolution im Wortlaut:

„Spätestens zum nächsten Fahrplanwechsel am 9. Dez. 2007 möge die neu gebaute Unterflurtrasse zwischen Wien Hütteldorf und Unter Purkersdorf fertig gestellt und in Betrieb genommen werden.

Diese Wiederinbetriebnahme bewirkt:

  • Die Möglichkeit der Verdichtung des Nahverkehrs. Speziell zwischen 7:55 und 9:55 morgens könnte wieder ein ½-stündliches Zugsintervall der S50 realisiert werden.
  • Die Züge, die derzeit „außer Takt“ geführt werden, können nun in der stündlichen Taktlage verkehren.
  • Im Falle von Verspätungen überregionaler Züge können Auswirkungen auf den Nahverkehr durch mehr Platz leichter verringert bzw. teilweise überhaupt vermieden werden.
  • Auch der überregionale Bahnverkehr profitiert davon. Auftretende Probleme des Nahverkehrs in diesem Abschnitt können leichter umfahren werden.
  • Dadurch wird bereits jetzt ein Teil der ca. 400 Millionen Euro Investition in diesen Streckenabschnitt für den öffentlichen Verkehr nutzbar.“

„Diesen wichtigen Vorschlag zur richtigen Zeit will ich unbedingt unterstützen. Durch die Inbetriebnahme der neuen Gleise könnte das Nadelöhr zwischen Unter-Purkersdorf und Hütteldorf entschärft werden. Verbesserungen des Bahnverkehrs in der Region sind möglich: weniger Verspätungen, höhere Zugsdichte im Nahverkehr. Wenn wir durch diesen Schritt zur Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehr beitragen und mehr PendlerInnen zum Umstieg vom Auto auf die Schiene motivieren können, ist ein kleiner aber wichtiger Schritt für den Klimaschutz getan.“

Marga Schmidl

Stadträtin für Umwelt und Verkehr


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Letzte Änderung: 2007-04-23 - Stichwort - Sitemap