Nach der Eröffnungsfahrt Wien-Linz am 15. Dezember 1858 wurde die Gesamtstrecke Wien-Salzburg am 12. August 1860 feierlich eröffnet und ab dem folgenden Tag mit dem untenstehenden Fahrplan bedient.
Die Entfernungen wurden in Bahnmeilen angegeben, eine Meile entspricht ca. 7,6 Kilometer. Die Zeite sind im 12-Stunden-System mit Zusatz F (Früh), V (Vormittag), N (Nachmittag) oder A (Abend) angegeben.
Es gab nur drei Züge, die bis nach Salzburg fuhren, um 7 Uhr früh ein Schnellzug, der 8:45 Stunden brauchte, um 8 Uhr ein Regionalzug, der 12:30 Stunden brauchte und abends der Postzug, der die Nacht durchfuhr und überall die Post verteilte. Dann gab es noch Nachmittags einen Zug nach Neulengbach und einen nach St. Pölten. Zwischen Haag und Frankenmarkt fuhr ein Güterzug, an dem Personenwagen angehängt waren. An Sonn- und Feiertagen gab es allerdings noch fünf weitere Züge bis nach Purkersdorf, bzw. Neulengbach, die dem Ausflugsverkehr dienten. Im Gegensatz zu heute, wo eher der Berufsverkehr verstärkt geführt wird.
1884 wurde die Welt auf der Internationalen Meridian-Konferenz in Washington in 24 Zeitzonen eingeteilt. Zuvor war an jedem Ort dann Mittag, wenn der tägliche Sonnenhöchststand erreicht war. Das ist in Salzburg ca. 13 Minuten später als in Wien. Spielte das im Postkutschen-Zeitalter noch keine Rolle, so fiel es durch die immer schneller werdenden Eisenbahnverbindungen fahrplanmäßig unangenehm auf.
1896 fuhren bereits 30 Züge ab Wien und seit 1898 gab zwischen Wien und Pressbaum die Stationen Penzing, Baumgarten, Hütteldorf, Hütteldorf-Bad, Hadersdorf-Weidlingau, Weidlingau-Wurzbachtal, Unter-Purkersdorf (heute Sanatorium), Purkersdorf, Kellerwiese und Unter-Tullnerbach, wobei Baumgarten und Hütteldorf-Bad eher Stadtbahnstationen der Vorortelinie waren.
Grundlage für diese Seite ist eine Veranstaltung der VHS Purkersdorf von Dr. Christian Matzka und Gerhard Bürgmann.