(Bilder anklickbar zum Vergrößern!)
1925 übernahm die Stadt Wien die Betriebsführung der Stadtbahn ohne die Vorortelinie und elektrifizierte diese. Das Schienennetz der elektrischen Stadtbahn wurde vom Bahnnetz entkoppelt, in Hütteldorf mit einer Wendeschleife versehen und technisch als bessere Straßenbahn geführt. Die Vorortelinie verblieb bei der Bundesbahn und war lange Zeit dem Verfall preisgegeben.
Hier die Endstation Hütteldorf 1979.
Foto Wikipedia, Autor: TARS631
Für die Bahn gab es nun das Problem, dass es zwischen Hütteldorf und Unter Purkersdorf zwar vier Gleise und großes Passagieraufkommen gab, die entsprechenden Züge der Stadtbahn aber nun fehlten. Für diese kurze Strecke war das Umsetzen der Lokomotive an das andere Zugende zu aufwändig.
So erfand man den Pendler: Eine kleine Lokomotive in der Mitte und vorne und hinten ein Waggon. Eine Innovation im Nahverkehr!
Hier bei der Ausfahrt von der Haltestelle Purkersdorf Sanatorium Richtung Unter Purkersdorf.
Der Pendler fuhr im Morgen- und Abendverkehr im Viertelstundentakt bis 1972.
Foto: Stadtmuseum Purkersdorf
Zur Verwendung kam eine kleine Lokomotive, die Österreichs berühmtester Dampflok-Konstrukteur Karl Gölsdorf für solche leichte Einsatzzwecke geschaffen hatte: die kkStB 112, später BBÖ 112.
Foto: Wikipedia, Werkfoto Krauss/Linz
Nach der Elektrifizierung 1956 wurde als Lokomotive die 1062 verwendet, die eigentlich für den Verschub gebaut wurde. Das Foto stammt allerdings aus dem Jahr 2007, wo anlässlich des 20jährige Bestehens des Schnellbahnbetriebes auf der Vorortelinie der "Purkerdorfer Pendler" nachgestellt wurde.
Foto Wikipedia, Autor: Lab0
1956 wurde die ersten Triebwagengarnituren der Reihe 4030 gebaut, die dann auch für den Pendlerbetrieb verwendet wurden. Sie hatte an beiden Enden einen Führerstand. Der Pendler fuhr bis 1972, wobei schon ab 1963 die S50 vom Westbahnhof bis Tullnerbach-Pressbaum eingeführt wurde, später noch weiter.