Purkersdorf Online

Neuer Retro-Billa


Aus irgendeinem, nicht weiter bekannte Grund wird der große BILLA in der Linzerstraße gerne als Objekt für Experimente verwendet.
2019 wurde er wieder einmal "modernisiert"!
(Bilder anklickbar zum Vergrößern!)

Im Jahr 2000 wurde erstmals ein Superbilla in Purkersdorf eröffnet. Mit sprechenden Einkaufswagerln, die vor jedem Regal die aktuellen Sonderangebote angepriesen haben, mit Handscannern, mit denen die Preise selbst gescannt werden mussten und mit einem 24-Stunden Verkaufsautomat. Der Spuk war allerdings relativ schnell wieder vorbei.
Hier die Ansicht, vor dem Umbau 2019. Es war mir immer ein Rätsel, warum all die Jahre die einfache Eingangstüre nicht saniert wurde, durch die im Winter die eisige Luft bis in des letzten Winkel der Verkaufshalle geweht hat. Deswegen hätte man allerdings nicht gleich das ganze Gebäude neu bauen müssen! Aber im Lebensmittelhandel verdient man offensichtlich so gut, sodass man relativ junge Gebäude schnell einmal abreißen kann.
Hier 2019 nach dem Umbau. Die Verkaufsebene ist im 1. Stock, eine Garage in der unteren Ebene. Die vorhandene Außentreppe führt zu einer versperrten Tür. Der Parkplatz - vollversiegelt wie vorher. Nichts verbessert. Aber zumindest gibt es nun auch Radabstellplätze. Die sind natürlich nicht überdacht.
Noch einmal vor dem Umbau 2019 von der gegenüberliegenden Straßenseite aus gesehen.
Wieder 2019 nach dem Umbau. Nun gibt es viele zusätzliche Parkplätze in der unteren Ebene. In einer Zeit, wo man eigentlich zu überlegen beginnt, wie man es schafft, den Autoverkehr in den nächsten Jahren und Jahrzehnten radikal einzudämmen. Am riesigen Flachdach gibt es kein einziges Solarpanel. Dabei hat gerade ein Supermarkt durch den hohen Kühlbedarf gerade dann viel Strombedarf, wenn die Sonne scheint, auch sonntags! Eine vertane Chance!

Es muss jetzt Aufzug oder Rollband benützt werden. Tja und was gibt es für Innovationen? Kurz gesagt: keine. Im Wirtschaftsmagazin C·A·S·H hat man die LED-Beleuchtung erwähnt. Die ist allerdings Stand der Technik und es ist wohl gar nicht möglich, ein neues Gebäude anders zu beleuchten. Den Kaffee im Imbiss-Bereich gibt es im Wegwerfbecher. Andere Supermärkte verwenden Porzellan-Tassen.

Ein besonderes Schmankerl: Man wurde allen Ernstes bei der Gemeinde mit dem Ansinnen vorstellig, dass man die Bäume zur Linzerstraße entfernt haben will, um das neue Gebäude in seiner vollen Pracht von der Straße aus bewundern zu können! Glücklicherweise hat das die Gemeinde diesmal abgelehnt und Billa hat schlußendlich sogar einen kranken Baum auf eigene Kosten ersetzt.

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Letzte Änderung: 2019-10-08 - Stichwort - Sitemap