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Netzwerk Newsletter 2005-01-24

Purkersdorf

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Netzwerk Wienerwald

NETZWERK WIENERWALD NEWSLETTER 2005-01-24

Überblick:


Biosphärenpark Wienerwald

Aus dem aktuellen Newsletter des regionalen Entwicklungsverbandes NÖ-Mitte:
Biosphärenpark Wienerwald - Überblick zum Stand der Planungen

2005 soll ein Antrag auf Anerkennung des Wienerwaldes als Biosphärenpark gemäß den internationalen Richtlinien bei der UNESCO eingereicht werden. Vorher werden die Einreichunterlagen dem Österreichischen MAB Komitee (Teilorganisation der UNESCO) bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zur Begutachtung vorgelegt.

Aufbauend auf die im Vorjahr abgeschlossene Zonierung im Bereich Wald und Offenland erfolgt die endgültige Festlegung der Kernzonen und Pflegezonen durch die Länder Niederösterreich und Wien. Gleichzeitig erfolgen die rechtliche Umsetzung des Biosphärenparks und die Festlegung der künftigen Struktur des Biosphärenparkmanagements.

Für alle BürgermeisterInnen und GemeindevertreterInnen aus dem Planungsgebiet wird eine Informationsveranstaltung im Frühjahr 2005 vorbereitet.

Weitere Informationen: office@biosphaerenpark-wienerwald.org
www.biosphaerenpark-wienerwald.org


Aus einer Aussendung der Niederösterreichischen Landeskorrespondenz:
Standortentwicklung und Standortkooperationen

Mitte April wird im Wiener Rathaus auf einer zweitägigen öffentlichen Fachkonferenz das Stadt-Umland-Management (SUM) von Wiener Randbezirken und angrenzenden niederösterreichischen Gemeinden in den Bereichen regionaler Einzelhandel, Kooperation im Schulbereich, öffentlicher Verkehr und Grünraum diskutiert.

Im Hinblick auf die Vorbereitung für den 2005 angestrebten Antrag auf Anerkennung des Wienerwaldes als Biosphärenpark gemäß den internationalen Richtlinien bei der UNESCO wird für alle Bürgermeister und Gemeindevertreter aus dem Planungsgebiet eine Informationsveranstaltung zum Stand der Planungen im Frühjahr 2005 vorbereitet.

Schließlich gibt es bis 10. Mai wieder die Möglichkeit zu Einreichungen bezüglich einer Förderung aus dem Entwicklungsfonds für Kleinregionen für innovative und interkommunale Zusammenarbeit.

Nähere Informationen beim Regionalen Entwicklungsverband Industrieviertel unter 02622/271 56 oder office@industrieviertel.at
www.industrieviertel.at

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Plattform Wienerwald-Deklaration

Josef Maralik sandte uns den Abschlussbericht zur Weiterleitung.

Zur Erinnerung: Die Plattform Wienerwald-Deklaration wurde im Mai 2004 gegründet.
Teilnehmer: Pressbaum, Wolfsgraben, Eichgraben, Maria Anzbach und Neulengbach (die Gemeinden sind der Wienerwald-Deklaration beigetreten).
Koordination: Verein Umweltschutz Eichgraben und Umweltschutzverein Maria Anzbach.
Aufgabenstellung: Halten sich die Gemeinden an die Vorgaben der Wienerwald-Deklaration? (37 Ziele, 89 Maßnahmen). Die Gemeinderatsbeschlüsse der öffentlichen Sitzungen sollen dahingehend bewertet werden, ob sie den Intentionen der Wienerwald-Deklaration entsprechen. Aber auch Dringlichkeitsanträge und Maßnahmen zur Förderung alternativer Energien werden in die Wertung aufgenommen.
Ziel: Die Wienerwald-Deklaration soll in den Gemeinden wirklich gelebt werden, daher wird die Sensibilisierung in Richtung Ziele und Maßnahmen der Wienerwald-Deklaration angestrebt.

Mit Jahresende 2004 wurden die Ergebnisse ausgewertet und die ?deklarations-konformste? Gemeinden, aber auch die weniger der Deklaration entsprechenden Gemeinden stehen fest.

Die Bewertung (Evaluierung) wurde unter wissenschaftlicher Beratung nach einem Punktesystem von den jeweiligen ortsansässigen in der Plattform vertretenen Gemeinderäten in Abstimmung mit der Projektgruppe durchgeführt.
Betrachtungszeitraum: Kalenderjahr 2004.
Resultat: Es wurden insgesamt 27 Gemeinderatssitzungen mit 376 Tagesordnungspunkten durchleuchtet. Dabei hatten 28 Tagesordnungspunkte einen unmittelbaren Bezug zur Wienerwald-Deklaration; das sind 7,45% Prozentpunkt. Insgesamt wurden 23 Beschlüsse im Sinne der Wienerwald-Deklaration gefasst und insgesamt 14 Beschlüsse, die den Zielen der Wienerwald-Deklaration zuwider laufen.

Ein entsprechendes Ranking ergibt als
Nr.1 die Gemeinde Eichgraben mit +11 Punkten als ?deklarationskonformste? Gemeinde.
Die weitere Reihung sieht folgendermaßen aus:
Nr.2 - Gemeinde Maria Anzbach mit +9 Punkten,
Nr.3 - Gemeinde Wolfsgraben mit +/-O Punkten,
Nr.4 - Gemeinde Pressbaum mit -2 Punkten und
Nr.5 - Stadtgemeinde Neulengbach mit -4 Punkten.

Kurzkommentare zu den einzelnen Gemeinden:

Eichgraben:
Mehrere Bemühungen die Fehlentwicklung der Vergangenheit (in den 70iger Jahren des vorigen Jahrhunderts zuviel Bauland gewidmet, zu viele Baulandreserven) in den Griff zu bekommen.

Maria Anzbach:
Maßnahmen im Sinne der bereits hier lebenden Menschen ohne exzessives Wachstum, ohne exzessive Zersiedelungstendenzen.

Wolfsgraben:
Hat ein wienerwaldfreundliches Entwicklungskonzept. Das schlummert aber offensichtlich in der Gemeindeschublade. Kaum Maßnahmen im Sinne dieses Entwicklungskonzeptes.

Pressbaum:
Zersiedelung windverblasener Höhenrücken wie zum Beispiel Rittsteig-Kaiserspitz im Ortsteil Rekawinkel prägen den Eindruck.

Neulengbach:
Exzessives Bevölkerungswachstum als politisches Ziel steht nicht im Einklang mit der Wienerwald-Deklaration. Es wird nicht nur der örtliche Bedarf abgedeckt, sondern der Zuzug bewusst angeheizt.

Für die Projektgruppe
Josef Maralik und Christine Simek

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Transitforum Niederösterreich / Transitopfer Wienerwald

Sehr geehrte Damen und Herren!

Nach zwei Jahren Lobbying für den Natur-und Kulturraum Helenental kann erstmals ein Erfolg verbucht werden.
Der Gemeinderat der Stadt Baden hat einstimmig folgenden Beschluss gefasst:

"Der Gemeinderat und der Bürgermeister der Stadt Baden ersuchen Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll als Letztverantwortlichen mit Nachdruck von weiteren Maßnahmen zum stückweisen Ausbau der B 210 im Generellen und der B 210 im Abschnitt Helenental im Speziellen, im Sinne des vom Land NÖ angenommenen Landesverkehrskonzeptes und zum Wohle der ansässigen BürgerInnen abzusehen.
Im Hinblick auf den neuen Biosphärenpark und den Status der Stadtgemeinde Baden als Kurort verlangen wir darüber hinaus Maßnahmen zur dauerhaften Reduktion des Verkehrsaufkommens durch das Helenental."

Weitere Gemeinden im Wienerwald könnten durch das Signal aus der Stadt Baden bestärkt werden ähnliche Beschlüsse zur Erhaltung des Lebensraumes für ihre BürgerInnen zu fassen. Durch die Früchte der Arbeit des abgelaufenen Jahres motiviert freue ich mich auf das kommende Jahr, in dem wichtige Entscheidungen fallen werden. Ich bedanke mich bei allen, die zur Erhaltung des Lebensraumes Wienerwald durch ihr Engagement beigetragen haben.

Mit freundlichen Grüßen
Erwin Dollensky

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Verschiedenes


Aus der Niederösterreichischen Landeskorrespondenz:
Öffentlicher Nahverkehr wird ständig ausgebaut

Eine Möglichkeit einer attraktiven Anbindung an das Nahverkehrsnetz in Wien sind Buslinien aus dem Wiener Umland. Für drei dieser Linien hat die Landesregierung nun rund 412.000 Euro an Förderungen freigegeben, das entspricht rund 30 Prozent der Projektkosten. Zum einen handelt es sich dabei um die Linien 269 und 270 durch die die Gemeinden Brunn am Gebirge, Maria Enzersdorf und Mödling im Süden Wiens an die U6-Station in Siebenhirten angebunden werden. Konkret erfolgt diese Anbindung durch eine Streckenverlängerung der VOR-Buslinie 270 zum Campus 21 in Brunn am Gebirge sowie der VOR-Buslinie 269 von Maria Enzersdorf Südstadt zum Bahnhof Mödling. Auf beiden Linien wurden die Intervalle auf einen 20-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten und einen 30-Minuten-Takt tagsüber und an Wochenenden verdichtet und die Betriebszeiten bis Mitternacht verlängert. Auch der Besuch von Abendveranstaltungen in Wien und die Heimfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird durch die Verknüpfung der Buslinien mit der U6 und der Betriebszeitverlängerung möglich. Zum anderen handelt es sich um die Linie von Klosterneuburg zum Handelskai, der für Klosterneuburg einen zentralen Verkehrsknotenpunkt zu wichtigen Anschlussverbindungen des öffentlichen Verkehrs darstellt, etwa zur U-Bahnlinie U6, zu den Schnell- und Regionalbahnen S1, S2, S3, R15 und R30 sowie zu den Autobuslinien 5A und 11A.


Aus einer OTS-Aussendung:
Wienerwald-Hoffeste und Wienerwald-Geschenkkorb werden vom Land Niederösterreich gefördert

Initiativen wie die "Dachmarke Wienerwald" tragen dazu bei, die unzähligen Naturschönheiten unseres Bundeslandes einem breiten Publikum bekannt zu machen. Für die Projekte der "Dachmarke Wienerwald" hat nun die Landesregierung eine Förderung in der Höhe von rund 65.600 Euro beschlossen. Das Land Niederösterreich unterstützt mit dieser Summe die Präsentation des Wienerwaldes in Form von zwei Wienerwald-Hoffesten, die ab heuer jährlich durchgeführt werden. Zusätzlich ist ein zweitägiger Auftritt in einem Wiener Einkaufszentrum geplant, wobei auch der Biosphärenpark Wienerwald vorgestellt wird. Weiters wird der "Wienerwald-Geschenkkorb" gefördert, der mit regionstypischen, qualitativ hochwertigen Produkten aus dem Wienerwald gefüllt wird.


"Das obere Wiental in alten Ansichten"

Vor kurzem hat der in Tullnerbach wohnhafte Kunsthistoriker Mag. Diether Halama den zweiten Band seiner Buchserie "Das obere Wiental in alten Ansichten" herausgegeben. In diesem neuen Bild- und Textband, der sich auf die Zeit von 1918 bis 1945 bezieht, finden sich 500 historische Abbildungen aus Ortsteilen von Neu-Purkersdorf, Tullnerbach, Pressbaum, Wolfsgraben und Rekawinkel (alle Bezirk Wien-Umgebung) sowie zahlreiche Texte und Geschichten, die vom damaligen Leben in dieser Gegend berichten. So wird beispielsweise auf das gesellschaftliche Leben in den Pfarren, bei den Freiwilligen Feuerwehren sowie bei den diversen Theatergruppen und Vereinen eingegangen. Aber auch über Schulen, Gaststätten und "politische" Feiern von damals wird in dem Buch umfangreich berichtet. Das im "Heimat-Verlag" erschienene, 160 Seiten starke Werk kann ab sofort beim Verfasser sowie bei den Gemeindeämtern von Pressbaum, Tullnerbach und Wolfsgraben zum Preis von 29,50 Euro erstanden werden.

Der erste Band der Reihe "Das obere Wiental in alten Ansichten" ist im Herbst 2003 erschienen. In diesem wird das Leben im oberen Wiental im Zeitraum von 1858 bis 1918 behandelt. Ein dritter Band ist in Vorbereitung. In diesem wird sich Halama den Besonderheiten des oberen Wientals in der Zeit von 1945 bis 1970 widmen.

Nähere Informationen: Mag. Diether Halama, 3013 Tullnerbach-Lawies, Franz-Schubert-Straße 14, Telefon 02233/539 04.
Infos im Internet: http://www.purkersdorf-online.at/kultur/halama/index.php zu Band 1 und http://www.purkersdorf-online.at/kultur/halama/wiental2.php zu Band 2.


Infos aus dem "südlichen" Wienerwald:
  • Die Straße im Helenental wird weiter ausgebaut.
  • In der Hinterbrühl wurden im und beim ehemaligen "Haberlsteinbruch" ohne Genehmigung mehr als sechs Hektar Wald gerodet/verwüstet, außerdem drohte ein Wanderweg abgesperrt und die freie Betretbarkeit des Waldes zu Erholungszwecken in unzulässiger Weise eingeschränkt zu werden. Laut NÖN wurde ein forstpolizeiliches Verfahren bei der BH Mödling eingeleitet (NÖN 50/2004, Mödlinger Ausgabe).
  • Beim Steinbruch bei Gaaden im Anningergebiet wurde die Rodungsbewilligung über 16 Hektar erteilt! Das Gebiet ist mehrfach geschützt (Landschaftsschutzgebiet, Natura 2000, Alpenkonvention, Schutzgebiet gegen Bergbaue u.a. für die Heilquellen in Gaaden ...). Grundeigentümer sind die Österreichischen Bundesforste. Seit Jahren setzten und setzen sich viele Organisationen (Schöffelverein, Naturschutzbund, Wienerwaldkonferenz, Alpenvereinssektionen Mödling und Liesing-Perchtoldsdorf, Umweltdachverband, Alliance for Nature, WWF, Kuratorium Rettet den Wald, VEREIN ZUR RETTUNG NATÜRLICHER LEBENSRÄUME IN MÖDLING UND UMGEBUNG ...) und Einzelpersonen gegen die Steinbrucherweiterung
ein. Der OeAV-Landesnaturschutzreferent Martin Nagel hat sogar aus Protest seinen Schöffelpreis öffentlich verbrannt.

Monika Schöner
(Naturschutzwartin des Österreichischen Alpenverein Sektion Liesing-Perchtoldsdorf)


Aus einem Internet-Artikel von Karin Tschavgova:

"Das Land zeigt sich im Großen und Ganzen erbarmungslos zersiedelt. Auch dort, wo sich mehrere Einfamilienhäuser zu einer Gruppe formieren, stehen sie wie zufällig nebeneinander. Siedlungscharakter entsteht nicht, auch wenn das Fertighaus X von Hanlo in zehnfacher Ausführung zu sehen ist. Jedes bleibt für sich und grenzt sich ab, dreht sich weg vom Nachbarn und behauptet keck mit Vollton(farbe) Individualität. Was die anderen - die ?seriösen? ziegelmassiv Gebauten - mit jedem Erker, jedem Türmchen und jeder als Handwerkskunst verkauften Massenware sichtlich souverän übertreffen."

Nein, es geht nicht um den Wienerwald, die Autorin fuhr durch das Grazer Umland.
Aber: Ist diese Entwicklung nicht auch an vielen Orten im Wienerwald zu beobachten?

Einer sinnvollen Alternative unserem Bedürfnis nach "Wohnen im Grünen" anders zu begegnen, ist die Tagung "WIE KOMMT DER FREIRAUM IN DEN WOHNBAU? - Diskussion von Strategien, die eine Aufwertung des Wohnumfeldes im Geschosswohnbau ermöglichen" am 27. Jänner 2005 in der Technische Universität Wien gewidmet.
Anmeldung und Information unter: http://www.landscape.tuwien.ac.at/freiraum_wohnbau/index.htm bzw. am Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen, Fachbereich Landschaftsplanung und Gartenkunst, 1040 Wien, Operngasse 11, Tel.: 01/58801/26110.

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Termine

Netzwerk Wienerwald Treffen

Unser nächstes Treffen findet am 28. Jänner 2005 um 17.30 Uhr im Stadtheurigen (Ullmann) in Purkersdorf, Unterer Hauptplatz statt. Dabei soll vor allem Art und Weise weiterer Netzwerk Wienerwald Aktivitäten besprochen werden, ebenso die gemeinsame Zukunft der Wienerwaldkonferenz (und der Biosphärenpark Wienerwald sowieso).

Zum Schluss noch der Hinweis auf unsere Fragebogenaktion mit der Bitte daran teilzunehmen!
Der Fragebogen kann unter http://www.netzwerk-wienerwald.at/ heruntergeladen und ausgefüllt per E-Mail an uns zurückgesendet werden.


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Letzte Änderung: 2005-01-25 - Stichwort - Sitemap