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Netzwerk Newsletter 2003-11-30

Purkersdorf

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Netzwerk Wienerwald

Überblick:

  1. Tagesordnung Netzwerk Treffen, 2003-12-02
  2. Bürgerinformationsveranstaltung Biosphärenpark Wienerwald in Purkersdorf
  3. Angebot der Länder an Waldbesitzer

1. Tagesordnung Netzwerk Treffen, 2003-12-02

Netzwerk Wienerwald Treffen
2. Dezember 2003, 19:00 Uhr, Neunteufels Wirtshaus, Purkersdorf

Tagesordnungspunkte:

  • Homepage Wienerwald: Eigene Netzwerk-Website oder Mitarbeit bei anderen?
  • Biosphärenpark Wienerwald: Offenlandplanung - Details
  • Natura 2000: Managementplan, erste Fassung
  • GAP-Reform 2003: Konsequenzen für den Wienerwald?
  • Wienerwaldwiesen-Tagung: Stand der Dinge
  • NÖ Landesentwicklungskonzept: Bericht von der Präsentation
  • Ein Logo für das Netzwerk: Mitarbeit erwünscht!
  • Allfälliges

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2. Bürgerinformationsveranstaltung Biosphärenpark Wienerwald in Purkersdorf

Siehe dazu: Aktuelle Meldung

Um die Purkersdorfer Bevölkerung auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen hat die Liste Baum diesem Thema eine eigene Ausgabe ihrer Purkersdorfer Informationen gewidmet. Nachstehend einige Ausschnitte aus der Zeitung:

... Der Charme des Biosphärenparks liegt vor allem in der Ausweisung praktisch der Gesamtfläche des Wienerwaldes. Somit ergibt sich die Möglichkeit auch die sogenannten Übergangszonen (der Großteil der Fläche, nämlich alle Bereiche, welche nicht Kern- oder Pflegezone des Biosphärenparks sind), einzubeziehen und damit die umweltverträgliche, nachhaltige Entwicklung unserer Region zu fördern. Es wird also dem Widerspruch entgegengewirkt, dass wir einerseits streng geschützte Gebiete bekommen, gleich daneben aber die Umweltzerstörung weitergeht.

Nachdem für Kern- und mittlerweile auch Pflegezonen die Planungen bereits angelaufen sind, gibt es für Siedlungsgebiete (Übergangszone) bisher insgesamt nur wenig neue Überlegungen. Bei der Raumplanung und Stadt- bzw. Siedlungsentwicklung gilt es noch intensiv über eine geeignete Vorgangsweise nachzudenken. Weil es keine genauen Vorgaben gibt, kann hier viel gestaltet werden. Es können selbstgestellte Ziele entwickelt und angestrebt werden.

Damit soll nicht der Eindruck erweckt werden, "für jedes Einfamilienhaus eine Umweltverträglichkeitsprüfung" zu fordern, aber doch darauf hingewiesen werden, dass ein Umdenken in der Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung vielerorts notwendig ist und über die Errichtung eines Biosphärenparks der dazu erforderliche Anstoß bzw. Hebel gegeben sein kann. Und genau hierfür ist die "weltweite Öffentlichkeit" ein großes Plus. Die Rücksichtnahme auf das überregionale Ziel des Biosphärenparks zwingt auch den lokalen "Projektanten" über die Auswirkungen seiner Entscheidungen auf die Nachbarschaft nachzudenken. Wie jüngst am Beispiel Wien Mitte anschaulich wurde, kann mit Unterstützung durch die UNESCO doch vieles erreicht werden (beim Weltkulturerbe handelt es sich ja ebenfalls um einen Schutzstandard, welcher von der UNESCO verliehen und auf Einhaltung überprüft wird).

Für die Einreichung des Projektes bei der UNESCO in Paris ist es unerlässlich sich über die notwendigen und angestrebten Entwicklungsziele Gedanken zu machen und diese nicht nur niederzuschreiben, sondern es hat das Biosphärenpark-Management diese nachweislich unter Einbeziehung der Bevölkerung zu suchen. Daraus ergeben sich einerseits derzeit Möglichkeiten Leitziele für umweltverträgliche, nachhaltige Entwicklungen in vielen Bereichen zu definieren und andererseits nach Erhalt des "Gütesiegels" die Einhaltung dieser selbst festgelegten Rahmenbedingungen auch einzufordern.

Wir sollten uns diese Chance nicht entgehen lassen!

Dabei ist es besonders wichtig darauf hinzuweisen, dass wir selbst die Kriterien bestimmen, woran wir unsere Entwicklung ausrichten wollen. Von internationaler Seite wird (derzeit im Abstand von zehn Jahren) nicht irgendetwas kontrolliert, sondern es kann nur die Einhaltung der von uns fixierten Entwicklungsziele überprüft werden. Hier setzen wir mit der Region Wienerwald ohnehin neue Maßstäbe - noch nie wurde ein Biosphärenpark in unmittelbarer Großstadtnähe eingereicht bzw. eingerichtet. Daher ist auch das besondere Interesse seitens der UNESCO verständlich, ebenso ist die Chance neue Wege aufzeigen zu können sehr groß.

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3. Angebot der Länder an Waldbesitzer

Ausschnitte eines Artikels auf der Homepage des ORF Niederösterreich, Mitte November:
Das Land NÖ hat 49 Waldbesitzern im Wienerwald ein Angebot zum Biosphärenpark gemacht. Sie erhalten jährlich pro Hektar 10 Euro Entschädigung, wenn sie auf die forstwirtschaftliche Nutzung verzichten.

Insgesamt geht es um 8.000 Hektar Wald. Sie sind die mögliche Kernzonenfläche des neuen Biosphärenparks.

Mit dem Angebot will man dabei möglichst viele naturnahe oder schon seit längerer Zeit unbewirtschaftete Flächen als Grundlage für den Biosphärenpark schaffen.

"Das ist mit Sicherheit ein schwieriges Terrain, denn die Nutzung einer großen Waldfläche, wo wertvolle Bestände stehen, ist natürlich immer attraktiv - das steht außer Frage. Die Verantwortung der Grundeigentümer bei so einem Projekt miteinzusteigen ist der ganz entscheidende Punkt", sagt Agrar-Landesrat Josef Plank.

Der größte Waldbesitzer der Kernzonenfläche sind die Österreichischen Bundesforste. Ihnen gehören drei Viertel der betroffenen Waldfläche. Sie haben bereits auf die weitere Nutzung verzichtet. Es sei ein faires Angebot, so der Vorstandsdirektor Georg Erlacher. Man könne außerdem die Naturschutzkompetenz beweisen.

Neben den Bundesforsten haben auch das Stift Heiligenkreuz, das Wiener Schottenstift sowie die Gemeinde Gaaden bereits auf Schlägerungen im Kernzonengebiet des Biosphärenparks verzichtet.


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Letzte Änderung: 2003-12-01 - Stichwort - Sitemap