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Netzwerk Newsletter 2003-03-10

Purkersdorf

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Überblick:


Biosphärenpark Wienerwald Management

Pressemeldungen zur Auftaktveranstaltung

Anmerkung: Leider hat auch das Zuwarten um eine Woche nichts gebracht. Hab ich es übersehen oder gab es tatsächlich von der offiziellen Wiener Seite keine einzige Stellungnahme zu dieser Veranstaltung? Wenn ja, warum?

NÖ Landeskorrespondenz, 2003-02-27

Podiumsdiskussion zum "Biosphärenpark Wienerwald"
Sobotka: Wienerwald soll Modellregion werden

Die Länder Wien und Niederösterreich haben entschieden, gemeinsam den "Biosphärenpark Wienerwald" einzurichten. Fragen zu diesem Thema standen heute im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion in der Burg in Perchtoldsdorf, an der Politiker und Experten aus den verschiedensten Bereichen teilnahmen. "Das Modell 'Biosphärenpark' der UNESCO ist das zentrale Instrument für den dauerhaften Schutz des Wienerwaldes. Das neuartige Konzept, das Schutz und Schonung der Natur bedeutet und sinnvolle Nutzung nicht ausschließt, scheint eine glückliche Verbindung zwischen Ökologie und Ökonomie zu sein", erklärte Umweltlandesrat Mag. Wolfgang Sobotka. Der Wienerwald, der zu 94 Prozent auf niederösterreichischem Boden liegt, ist das größte Naherholungsgebiet der Bundeshauptstadt Wien. Der "größte Stadtpark der Welt", die "grüne Lunge für Wien" werde durch dieses Modell geschützt. Mit diesem Schutzkonzept solle das verantwortungsvolle Nebeneinander von Natur und Mensch im ganzen Wienerwald gefördert werden. Durch den Biosphärenpark sollen wesentliche regionalwirtschaftliche und touristische Aktivitäten entstehen und dem Wienerwald eine neue Identität verliehen werden. Das große Ziel sei es, schon in wenigen Jahren bei der UNESCO um das Prädikat "Biosphärenpark" ansuchen zu können. Sobotka: "Die Anerkennung eines Biosphärenparks durch die UNESCO ist wie ein Gütesiegel und stellt eine zukunftsweisende Weichenstellung für einen einzigartigen Naturraum dar." Ganz wichtig sei es, die Menschen der Region einzubeziehen. Gespräche mit den 56 betroffenen Gemeinden hätte es schon gegeben.


NÖ Landeskorrespondenz, 2003-02-27

Symposium "Biosphärenpark Wienerwald" in Perchtoldsdorf
LR Plank: Eine Region mit Zukunft

In der Burg Perchtoldsdorf fand heute das Symposium "Biosphärenpark Wienerwald" statt. "Zur Abklärung des künftigen Schutz- und Entwicklungskonzepts für den Wienerwald wurde von den Forstabteilungen der Länder Niederösterreich und Wien eine Machbarkeitsstudie erstellt. Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass das von der UNESCO erarbeitete Biosphärenpark-Modell die beste Lösung ist. Seit 1. Jänner arbeitet das Biosphärenpark-Management, das von Wien und Niederösterreich installiert wurde", erklärte Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank in seinem Einleitungsreferat. Der Biosphärenpark sei im Gegensatz zum Nationalparkkonzept auf die Gesamtfläche umsetzbar und fachlich sinnvoll. Plank: "Der Biosphärenpark Wienerwald soll ein gelebtes Modell für wirtschaftliche und kulturelle Weiterentwicklung ohne Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlage sein." Der Wienerwald sei einer der ökologisch und landschaftlich bedeutendsten Naturräume Österreichs, aber auch Naherholungsgebiet sowie Lebens- und Wirtschaftsraum tausender Bürger. Im Biosphärenpark werde ein verträgliches Miteinander von Mensch und Natur möglich sein. Die größten Herausforderungen seien Siedlungsentwicklung und Verkehr. Eine weitere Zersiedlung müsse gestoppt werden.

Die UNESCO startete bereits 1976 ein Schutzprogramm für Biosphärenparke und unterteilte diese in Kernzonen, Pflegezonen und Entwicklungszonen. Der Biosphärenpark Wienerwald soll eine Fläche von 105.370 Hektar mit dem Landschaftsschutzgebiet Wienerwald in Niederösterreich und dem Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel in Wien mit Ausnahme des Bisambergs umfassen. Weltweit gibt es bereits 411 Biosphärenparke in 94 Ländern.


noe.orf.at, 2003-02-27

Biosphärenpark soll Modellregion werden

Die Länder Wien und Niederösterreich haben entschieden, gemeinsam den Biosphärenpark Wienerwald einzurichten. Dieses von der UNESCO verliehene Prädikat soll den Wienerwald schützen und ihn als Kulturlandschaft und Erholungsraum erhalten. Ein Symposion in Perchtoldsdorf war der Auftakt zu den Detailplanungen.

Pflege für eine sensible Kulturlandschaft

Zersiedlung, steigendes Verkehrsaufkommen oder der Rückgang bei den Landwirten setzen dem Wienerwald zu. Der künftige Biosphärenpark soll gegensteuern. Er soll eine Modellregion sein, in der Naturschutz mit Regionalentwicklung zusammengebracht wird. Der Wienerwald ist eine Kulturlandschaft in der Wald und Wiesen eine ressourcenschonende Bewirtschaftungsform und Pflege brauchen. Dennoch sollen hier auch weiterhin Menschen leben, wirtschaften und den Erholungsraum nutzen. Dafür sucht man Partnerschaften, etwa auch in der Landwirtschaft kombiniert mit Öko-Tourismus, sagt der Manager des künftigen Biosphären Parks, Günther Loiskandl: "Landwirte, die sagen, ich will mir meine Wiesen weiterhin erhalten, ich will das Heu weiter nutzen, ich setze auf Menschen, die in den Wienerwald zum Reiten kommen wollen."

Wichtig ist der Kontakt mit Betroffenen

Ganz wichtig sei, die Menschen der Region einzubeziehen. Gespräche mit den 56 betroffenen niederösterreichischen Gemeinden und Wiener Bezirken haben schon begonnen: "Die UNESCO gibt hier eine gewisse Vorgabe, sie sagt, mindestens drei Prozent der Gesamtfläche sollte als Naturschutzvorrangfläche oder Kernzone ausgewiesen werden." Das große Ziel ist, schon in eineinhalb Jahren soweit zu sein, bei der UNESCO um das Prädikat "Biosphärenpark" ansuchen zu können.


KURIER, 2003-02-28

Wienerwald: Planung läuft

Rund 105.000 Hektar Wienerwald sollen in Form eines Biosphärenparks nach UNESCO-Kriterien geschützt werden. Nach einer Machbarkeitsstudie beginnt heuer die Detailplanung, deren Auftakt am Donnerstag ein Symposium in der Burg Perchtoldsdorf war. "Seit 1. Januar arbeitet das Biosphärenpark-Management, das von Wien und Niederösterreich installiert wurde. Der Biosphärenpark soll ein gelebtes Modell für wirtschaftliche und kulturelle Weiterentwicklung ohne Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlage sein", betonte Landesrat Josef Plank. Ein verträgliches Miteinander von Mensch und Natur sei möglich. Die größten Herausforderungen seien Verkehr und Siedlungsentwicklung. Das Symposium bot den zahlreichen Vertretern der Wienerwaldgemeinden durch Referate Einblick in bestehende Biosphärenparke sowie Ausblicke auf Chancen und Entwicklungen.


Gefunden auf den Internetseiten der Naturfreunde (www.naturfreunde.at) unter der Überschrift "Wird der Wienerwald ein Biosphärenpark?" im Magazin: "Klar ist jedenfalls, dass unabhängig von der gewählten Schutzkategorie ohne entsprechende formelle Einbindung der Raumordnung in die weitere Entwicklung auch moderne Schutzkonzepte wahrscheinlich zum Scheitern verurteilt sein werden."

Dem ist nichts hinzuzufügen, lediglich die Größenordnungen: Während die Kern- und Pufferzone bei großzügiger Auslegung über einen Anteil von maximal 20 Prozent der Flächen nicht hinauskommen, erstreckt sich die Übergangszone auf mehr als drei Viertel der Flächen. Wenn diese tatsächlich ausgeklammert bleiben bzw. in ihrer Definition unklar, können alle Maßnahmen nur halbherzige sein!

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GATS-Verhandlungen

SPI, 2003-02-25

Feurer: Droht endgültiger Ausverkauf unserer Wälder? Öffentlicher Zugang zu Wäldern und Naherholungsräumen weiter erschwert

Bis Ende März müssen die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union im Rahmen der derzeit laufenden GATS-Verhandlungen melden, welche Bereiche öffentlichen Eigentums sie zu privatisieren gedenken. Nicht nur öffentliche Unternehmen oder Trinkwasserversorgungseinrichtungen laufen Gefahr "ausverkauft" zu werden, auch unsere Wälder und damit wertvolle Trinkwasserspeicher, drohen privatisiert zu werden. Hat die blauschwarze Bundesregierung während der letzten Jahre bereits einen Teil der Bundesforste an private in- und ausländische Unternehmen und Einzelpersonen verkauft, so könnte es nun weitere Gebiete, die sich noch im öffentlichen Eigentum des Bundes, von Städten oder Gemeinden befinden, treffen. "Hier muss raschest die Notbremse gezogen werden. Einem Ausverkauf unserer natürlichen Ressourcen und Naturschönheiten gehört ein Riegel vorgeschoben. Wälder und Wiesen und damit auch wichtige Wasserreserven müssen im öffentlichen Besitz bleiben. Im Fall eines weiteren Ausverkaufs droht die Ausbeutung unserer Naturressourcen durch Unternehmen und Konzerne, eine weitere Einschränkung des Zugangs zu Waldgebieten und Erholungsräumen sowie eine massive Verteuerung der Trinkwasserversorgung", unterstreicht der Umweltsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Werner Feurer, die drohenden dramatischen Folgen.

In Niederösterreich sind einige Naturschätze, wie etwa der Wienerwald, die Ötscher Tormäuer, der Dürrenstein oder das Hochkar im Besitz der Österreichischen Bundesforste. "Schon ohne Verkauf von Waldflächen aus dem Bestand der Bundesforste hat die Fläche der gesperrten Waldgebiete in den vergangenen drei Jahren um 20 Prozent zugenommen. Dieser Entwicklung muss Einhalt geboten werden, denn der Mensch darf nicht aus dem "Erholungsraum Wald" ausgesperrt werden. Der freie Zugang zu unseren Wäldern muss auch künftig gesichert sein", fordert Feurer.

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Pachttarife an Kärntner Seen ...

SP-KTN, 2003-02-28

Wirtschaftskammer bestätigt Befürchtungen der SPÖ - Scharfe Kritik an Haider und Pfeifenberger

Der Kärntner Umweltlandesrat Reinhart Rohr sieht die Befürchtungen der SPÖ bestätigt, dass das neue Tarifmodell der Bundesforste bei Seen-Einbauten massive Verteuerungen für gewerbliche Bäder vorsieht: "Das neue Tarifmodell der Österreichischen Bundesforste AG bringt für die Tourismusbetriebe an Kärntens Seen massive Preiserhöhungen", so Rohr. Auch die Wirtschaftskammer Kärnten hätte dies heute bestätigt.

Der Umweltreferent wirft LH Haider und Tourismusreferent Pfeifenberger vor, die Auswirkungen des neuen Tarifmodells verharmlost und dadurch dem Kärntner Tourismus massiv geschadet zu haben.


Bundesforste-Presseaussendung, 2003-03-28

Bundesforste sehen in WK-Klage Chance zur endgültigen Klärung

Der von der Wirtschaftskammer Kärnten eingebrachten Klage betreffend das neue Entgelt-Modell an den Kärntner Seen sehen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) gelassen entgegen. Sämtliche von der Wirtschaftskammer laut Presseaussendung erhobenen Vorwürfe wurden seitens der Bundesforste bereits vor Entwicklung des Entgelt-Modells überprüft. Im Zuge dieser Prüfung wurde klar, dass die eingeschlagene Vorgangsweise rechtlich einwandfrei und der Vorwurf der Ungleichbehandlung daher aus Sicht der ÖBf unhaltbar ist. Dennoch verbinden die Bundesforste mit dem Gerichtsverfahren die Hoffnung, damit eine objektive Bestätigung ihres Standpunkts zu erhalten.

Zu den Vorwürfen von Landesrat Reinhart Rohr merken die Bundesforste an, dass es eine im Jahr 2001 mit dem Land Kärnten geschlossene Vereinbarung gibt. Diese beinhaltet unter anderem die so genannte "Härteklausel", womit Einzellösungen für jene Betriebe gemeint sind, die durch das neue Entgeltmodell wirtschaftlich überfordert sind. Das bereits vor einem Jahr vorgestellte Entgeltmodell sieht für die marktorientierte Anpassung der Entgelte eine Einschleifphase von 10 Jahren und eine maximalen Jahreserhöhung von 8 Prozent vor.

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Termine

Unser nächstes Netzwerk Wienerwald Treffen findet am 20. März 2003, 18.30 Uhr, in den Rathausstuben (Purkersdorf/Hauptplatz) statt. Zu Gast wird der Anfang des Jahres bestellte Biosphären-Manager Mag. Günther Loiskandl sein. Auch DI. Thomas Knoll (Büro für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung, zuständig für die Natura-2000-Region Wienerwald/Thermenregion) hat sein Kommen zugesagt.


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Letzte Änderung: 2003-03-10 - Stichwort - Sitemap