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Bau Linzerstraße 30-32

Purkersdorf

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Forderung an den Bürgermeister: Kein Baubeginn vor Abschluss des Rechtsweges!

Etliche wichtige Infos und Fotos zum Bauprojekt Grundstück Linzerstraße 30 und 32 (ehemals Trautenberger-Grundstück), wo insgesamt 30 Wohneinheiten und 60 Stellplätze entstehen sollen, siehe die Aussendung von Stadträtin Marga Schmidl.

Nun ist die Sache leider weitergegangen:

Bürgermeister erließ Baubescheid ohne Probleme zu berücksichtigen

Leider hat der Bürgermeister nun den Baubescheid für das fragliche Projekt erlassen, ohne auch nur irgendwie auf die berechtigten Bedenken von Anrainern bezüglich Hochwasserfolgen einzugehen. Es gibt zwar laut Anrainerin eine lapidare Stellungnahme der Wasserbehörde, nach der diese keinen Einspruch habe, solange „alles so bleibe“. Einzufordern ist ein Gutachten, da möglicherweise nicht alle wichtigen Informationen der Wasserbehörde vorlagen.

Es wäre zu erwarten, dass Hochwasserexperten bei näherer Betrachtung und der Erwartung zukünftiger Wetterextremereignisse in Form von langem Starkregen, hier nicht so einfach zustimmen. Es sollte aber jedenfalls eine demokratische Selbstverständlichkeit sein bei einer zu erwartenden Anfechtung dieses Baubescheids durch das Land den Rechtsweg abzuwarten. Ein Baubeginn vor Abschluss des Rechtsweges von Anrainerbeschwerden wäre sicher nicht im Sinne der Grundsätze des Rechtsstaats.

Für Fairness auch wenn milliardenschwere Lobbies Druck machen

Der Bürgermeister kann sich dabei seinen Kollegen in Klosterneuburg zum Vorbild nehmen, wo auch jüngst kein Baubeginn vor Abschluss des Rechtsweges zustandekam. Fairness sollte auch gelten, wenn milliardenschwere Lobbies Druck machen: Maßgeblich dabei bei diesem Bau ist auf jedem Fall das Stumpf-Imperium, bekannt vom Millenium-Tower in Wien. Herrn Stumpf als Baulöwen zu bezeichnen ist ja sicher eine Untertreibung. Inzwischen ist er aus dem Tower mit Superprofit ausgestiegen und mischt bei anderen internationalen Megaprojekten mit. Seien Profitraten sind angeblich über 20 %, und da muss aus jedem Quadratmeter Grund was herausgequetscht werden. „Kleinigkeiten“ wie Hochwasserschutz für Anrainer und ökologische Ufergestaltung stören bei diesen Renditen offenbar nur.

Unrühmlicher Schlussstrich der Trautenberger-Dynastie

Dieses Projekt setzt auch einen wenig respektablen Schlusstrich hinter die frühere Trautenberger-„Dynastie“, der bis kurzem noch der Grund mit der Tennishalle gehörte. Trautenberger-„Dynastie“ prägte neben der Riedmüller-„Dynastie“ jahrzehntelang die Nachkriegsentwicklung in Purkersdorf. Die Trautenberger-„Dynastie“ war vor dem Schwenk zur FP der SP zugeordnet und erhielt immerhin das Andenken eines Straßennamens. Lange Zeit wurde insbesondere mit Fernsehgehäuseproduktion wirklich viel Arbeit und Einkommen für die Region bewirkt, die letzten Kapiteln waren nicht so rühmlich.

Letztes Kapitel nach dem beliebten Motto „Sie wünschen – wir spielen“

Den Abschluss stellte ein Umwidmungsantrag des letzten bedeutenden Grundstücks dar. Obwohl dort Betriebsgebiet weiter sinnvoll gewesen wäre und es in Purkersdorf ja nicht mehr allzu viele Standorte für Betriebe gibt, wurde eine weitere Folge der beliebten Serie „ Sie wünschen – wir spielen bzw. widmen um“. Offensichtlich, weil damit SCHNELL mehr Gewinn zu erzielen war. In aller Eile wurde dabei auf so Kleinigkeiten wie der Anpassung der Baufluchtlinien mit größerem Abstand zum Gablitzbach wie bei anderen Grundstücken vergessen. All das wird in der Gemeinde noch auf aufzuklären sein, und die Verantwortlichen dafür wie für die Bauverhandlung für das Projekt, darunter jedenfalls der Baustadtrat und Vizebürgermeister Weinzinger werden sicher noch vor den Vorhang gebeten. Nicht Überraschendes Resultat ist aber schließlich dadurch das Erzielen von Maximal- Cash für die Ausläufer der Trautenberger-Dynastie.

Mit ökosolidarischen Grüßen

Josef Baum

02231 64759
0664 1142298
baum.josef@utanet.at


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Letzte Änderung: 2007-02-17 - Stichwort - Sitemap