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Zum Tod einer Purkersdorfer Mutter

Purkersdorf

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Baum

Viel ist schon geschrieben worden, und viel wird noch geschrieben werden über den Tod einer Purkersdorfer Mutter, die durch eine Handgranate ums Leben kam. Vieles wird da hoffentlich noch geklärt werden. Das Opfer, Petra M. kannte ich - wie wahrscheinlich viel PurkersdorferInnen - als eine der Muttis, die lange Jahre am Hauptplatz in der Nähe des Spielplatzes mit Sprössling(en) unterwegs waren bzw. sind.

Ich erinnere mich nun mit Schaudern selbst an einen meiner Würfe mit scharfen Handgranaten beim Bundesheer, die gottseidank unter Aufsicht eines erfahrenen Soldaten stattfanden: Obwohl x-Mal nicht scharf geübt, überlegte ich unendlich lange zwei Sekunden im lähmenden Stress, ob ich nun am richtigen Splint gezogen hätte....

Die wesentlichen Fakten für mich sind Waffenhandel im Hintergrund, und undurchsichtige Geheimdienstaktionen. Profil und Kurier berichten jedenfalls von ausgedehnten Vorbesprechungen zur inszenierten ?Waffenübergabe? zwischen Geheimdienstleuten des Innenministeriums und Herrn N.. Herr N. hatte auch schriftlich angekündigt, dass die Handgranten teilweise nicht gesichert seien. Wieso ließen es Geheimdienstleute zu, dass eine offenbar in Waffen unerfahrene Frau mit scharfen Handgranaten hantierte?

Wer immer hier geplant oder weniger geplant gehandelt hat: Eine Purkersdorfer Mutter bezahlte in dieser Inszenierung, die möglicherweise dann etwas anders als geplant verlief, mit dem Leben. Schlussfolgerungen:

  • Waffen sind dazu, Leute umzubringen und sollen möglichst begrenzt werden.
  • Geheimdienste sollen demokratisch kontrolliert und rechenschaftspflichtig werden.

J. Baum
(Stand 1.10.2004)

Was der Bürgermeister aufzuklären hat:
Verwertet der Bürgermeister Informationen aus dem Innenministerium für Parteizwecke?

Im Profil 40/04 wird zunächst berichtet, dass der derzeit (1.10.2004) in Haft befindliche N. im Jahre 2000 auf der SPÖ-Liste für die Gemeinderatswahl kandidierte, allerdings nicht auf einem vorderen Platz. Der Bürgermeister von Purkersdorfer sagte dazu dann folgendes: "Ich habe das dann abgedreht, als ich Bürgermeister geworden bin." "Ich war einmal Innenminister, und er - um das vorsichtig zu formulieren - ist eine schillernde Persönlichkeit".

Meine Nachfrage ergab allerdings, dass Herr N. auf der Wahlliste der SPÖ aktuell nicht gestrichen ist. Daher die Frage, warum stellt der Bürgermeister dann in den Raum, dass er die Kandidatur "abgedreht" hat?

Wesentlich bedenklich ist aber: Der Bürgermeister sagt damit, dass er Kenntnisse, die er in der Funktion als Innenminister bekommen hat, für Parteizwecke verwertet. Das finde ich schlicht beunruhigend. Macht er das in anderen Fällen auch?

Er hat da jedenfalls Erklärungsbedarf. Insbesondere deswegen, da es ja an sich keine große Neuigkeit ist, dass Herr N. eine "schillernde Persönlichkeit" ist - das wissen viele Purkersdorfer aus eigener Anschauung schon lange. Also muss unser Herr Bürgermeister irgendetwas Besonderes gemeint haben, das er als Innenminister wusste und offensichtlich verwertete.

Josef Baum


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Letzte Änderung: 2004-10-02 - Stichwort - Sitemap