Purkersdorf Forum Archiv 2005
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Josef Baum ® sagt am 12.07.2005 16:22:Nächster Beitrag

Für ein Purkersdorfer Net-tikette


Im folgenden ein ungekürzte Aussendung der SPÖ-OÖ, die nur zeigen soll, was mit anonymen postings gemacht werden kann. Ich möchte damit anregen, dass auch für puon die Net-tikette von seinen NutzerInnen selbst präzisiert wird.
In den letzten Tagen gabs auf puon zum Bad ein Posting mit Namen, in dem schwere Vorwürfe gegenüber einer konkreten Person erhoben wurden. Was dabei gestimmt hat oder nicht, ist für Leute, die nicht dabei waren, schwer zu erkennen. Den angeführten Namen fand ich weder im Telefonbuch noch WählerInnenverzeichnis. Das muss wiederum nicht unbedingt heißen, dass er erfunden ist. Jedenfalls wäre es meiner Meinung nach bei konkreten potentiell schwerwiegenden Vorwürfen angebracht jedenfalls mit Name und Adresse zu unterschreiben: Wenn ich eine konkrete Person so hart kritisiere, dann kann ich doch mit meinem Namen einstehen, wenn die Sache wahr ist.
Möglicherweise finden manche die Löschung von Beiträgen mit schweren Vorwürfen gegen eine Person ohne klare Identität nicht richtig; aber diese bitte ich zu überlegen, was Ihnen bleibt, wenn Ihnen angenommmen ungerechtfertigt etwas anonym vorgeworfen wird.
Wenn wir das nicht klarer regeln, geht dies möglicherweise auf Kosten der Offenheit überhaupt. Seit 1. Juli gelten hier jedenfalls klare Verantwortlichkeiten für den Betreiber einer Webseite. Und warum soll jemand anderer den Kopf für anonyme Postings hinhalten.
Im folgenden jedenfalls ein Hinweis darauf, dass das durchaus ein allgemeines Problem ist:




Aus APA-OTS von heute: ein Aussendung der SP-OÖ Di, 12.Jul 2005 Zu schwarzen "Wahlkampftipps" aus der Steiermark
Linz (OTS) - Die neuesten Rezepte aus der ÖVP-Giftküche sind jetzt in der Steiermark publik geworden. Dort ist ein internes Wahlkampfpapier aufgetaucht, in dem es u.a. heißt: "Leserbriefe sind ein geeignetes Mittel, um Gerüchte zu streuen, die im Rahmen der offiziellen Medienarbeit nicht eingesetzt werden können". Auch das Internet sollte genutzt werden, um mit Postings "sachlich unqualifizierte, aber für die Stimmung wichtige Einträge zu veröffentlichen". "Die ÖVP in der Steiermark nimmt damit nur Anleihen bei Methoden, die bei der Volkspartei in Oberösterreich längst üblich sind", stellt dazu SPÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Reinhard Winterauer fest.
So sind bekanntermaßen ÖVP-Bezirksfunktionäre als Leserbriefschreiber mit üblen Untergriffen gegen die SPÖ aktiv geworden, ohne sich als VP-Mitarbeiter zu deklarieren. In gleichlautenden Briefen in mehreren Medien taten sich etwa der ÖVP-Bezirkssekretär von Perg und eine seiner Jugendfunktionärinen mit übler Stimmungsmache hervor und verschwiegen dabei schamhaft ihre enge Verbindung zur ÖVP. Und andere Leserbriefe mit gezielten Attacken gegen die SPÖ unter die Gürtellinie, sind nachweisbar unter falschen Namen veröffentlicht worden. Unter Namen und Adressen, die am angeblichen Wohnort nicht existent sind. "Und was die Stimmungsmache im Internet angeht, strotzt etwa das Diskussionsforum auf der ORF-Homepage geradezu von haßerfüllten mehr als unsachlichen Postings gegen die SPÖ. Für uns drängt sich der begründete Verdacht auf, dass hinter all diesen Aktionen die Landes-VP steckt", meint der SP-Geschäftsführer.
"Mit derartigen Tipps und Aufrufen zur Manipulation mit gezielt gestreuten Gerüchten zeigt die ÖVP einmal mehr, dass ihr jedes Mittel recht ist, um ihre Macht zu erhalten, ob in Oberösterreich, in der Steiermark oder im Bund", so Winterauer.

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