|
|
|
Albanien - Reisebericht |
|
|
| |||
|
ADRESSEN FORUM GABLITZ GASTRONOMIE GEMEINDE GESUNDHEIT HILFE / INTERN KLEINANZEIGEN KULTUR SOZIALES SPORT / FREIZEIT STADTPOLITIK TERMINE VERKEHR VERMISCHTES · Heiteres · Links · Palm Seite > Reiseberichte · Spielen · Universum · Veranstaltungen · Zum Nachdenken WIRTSCHAFT
|
Verbreitete Unkenntnis von einem nahen Land
Nur 1,5 Flugstunden von Wien entfernt liegt Tirana, die Hauptstadt Albaniens. Und doch ist dieses Land am Balkan so weit entfernt von uns in unserem Denken.
Was schaut man in Albanien an? Dort gibt´s doch nichts außer Zerstörung, karger Landschaft, Hitze... Jahrtausende alte Städte aus der Römer- und Griechenzeit wie z. B. Byllis, Appolonia, Butrint, welche an strategisch wunderbaren Plätzen hoch über den Tälern zu finden sind sowie wunderschöne altromanische Kirchen wie z. B. Mesopotam oder Labova, versteckt in den Bergen; mediterran anmutende Städtchen wie Girokastra laden auf einen Bummel ein. Und die herrliche Landschaft! Sanfte Hügel, schroffe Berge, bei denen man die Faltung von Gebirgen in Urzeiten studieren kann, Ebenen, die fruchtbar sind - eine Wohltat. Der Tourismus ist, für unsere Gruppe zum Guten, nicht sehr ausgeprägt. Es gibt jedoch funktionierende Infrastruktur! Die Angestellen in Hotels und Restaurants sind dienstbeflissen, fast übertrieben. Man fühlt sich wohl! Die Mahle sind vielfältig; Fisch, Fleisch, jedesmal Salat. Das Wasser kommt von den zahlreich vorhandenen Bergen und deshalb ist das Essen eher bedenkenlos zu genießen.
Am Ende der kommunistischen Ära versuchte man sich in Demokratie und Kapitalwirtschaft. Es wurde eine Partei gewählt, welche in ihrer Amtsperiode die vorgegebenen Ziele (natürlicherweise) nicht erreichen konnte und schon wurde bei der nächsten Wahl die ideologisch entgegengesetzte Partei gewählt. Dann kam das Pyramidenspiel, welches 1997 eine Anarchie auslöste. Staatsbank und Ministerien waren in die verworrenen Geldflüsse verwickelt und zogen der Bevölkerung ihr Kapital ab. Fazit war eine Plünderung aller öffentlichen Güter, sogar der Waffenlager und Flughäfen. Mit dem Traktor schleppte man kleine Flieger in den Garten nachhause. Die nachkommende Regierung versuchte die Mehrheit der Waffen um ungefähr US 20,-- pro Stück retourzuerstehen, hatte aber gegen die Konkurrenz, welche durch den anschwellenden Kosovokonflikt erwuchs, keine Chance. Wer mehr bietet, erhält den Zuschlag.
In Tirana findet man an einer Ladentür den großen Aufkleber "Euroshop" in gelb und dunkelblau; es gibt zahlreiche Internetcafés und die Handies können mit einem besseren Empfang rechnen als mancherorts in Österreich. Viele technologische Entwicklungsstufen werden übersprungen, Albanien steht dem Westen im IT-Bereich (Importwaren) gleich. Albanien möchte endlich aus dem "Hinterhof Europas" heraustreten, wahrgenommen werden als das, was es ist und bieten kann. Wenn das Potential und die alten Traditionen, welche in diesen mutigen, zukunftsorientierten Menschen stecken, im Zuge der Globalisierung positiv eingesetzt werden können, wird Albanien für uns ein Begriff mit vielfältigem Inhalt werden. Susanne Wallner, Purkersdorf, 2001 Traumreisen planen mit DESIGNREISEN | ||
|
| |||
| Letzte Änderung: 2010-02-27 - Stichwort - Sitemap | |||