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In seinem Erstlingswerk "Grünes Licht. Heute ist ein guter Tag gesund zu werden" gibt der Ganzheitsmediziner und Musiker Dr. Wolfgang Grünzweig nicht nur Einblicke in die Zusammenhänge von Körper, Geist und Seele, sondern beleuchtet unsere gängige Medizin wenngleich respektvoll, so doch auch kritisch und weist eindrucksvoll darauf hin, dass wir Menschen mehr sind als unser Körper.
Dieses Buch ist ein unserem Zeitgeist entsprechendes, hilfreiches Instrument, unser Leben und unsere geistige Einstellung positiv und in Richtung Glück und Gesundheit zu steuern.
Taschenbuch, 285 Seiten, Euro 22,--
Zu bestellen bei: office@lilliverlag.at; 01/ 402 25 36
Die tatsächlich anfallenden Versandkosten werden ohne Aufschlag weiterverrechnet. Ab einem Bestellwert von Euro 66,-- (also 3 Bücher) werden keine Versandkosten verrechnet.
ISBN 3-200-00054-6
Dazu eine Leseprobe:
(Diese ist auch in Originalformatierung als PDF-Datei von
http://www.gruenzweig.co.at/gruenzweig/gruenes-licht_leseprobe.pdf herunterzuladen - 130kb).
EBENEN DES ORGANISMUS:
KÖRPER SEELE GEIST
KÖRPER
Bevor wir aber dieses neue Zeitalter wirklich betreten,
werfen wir doch einen Blick auf unsere realen Gege-
benheiten. Versuchen wir zu verstehen, welche Ebenen
uns nun wirklich ausmachen und definieren. In welchen
Ebenen können wir also diagnostizieren und therapieren?
Ich habe Sie doch eingangs mit einigen Fragen kon-
frontiert. Haben Sie diese für sich beantwortet? Dann ist
Ihnen sicher auch bewusst geworden, dass viele Ant-
worten nicht einfach mit Standardfloskeln zu tätigen sind,
dass also wirklich verschiedene Ebenen zu berücksichtigen
sind.
Einigen wir uns doch einmal darauf, in einer Dreiheit
von Körper, Seele und Geist zu existieren.
"Keine großartige Erkenntnis" werden Sie sagen, das
ist doch ein alter Hut!" Na ja, ein alter Hut mag es sein,
aber werden diese so klaren Erkenntnisse auch tatsächlich
in die Realität umgesetzt? Handeln unsere Wissen-
schaften danach? Agiert unsere Medizin nach diesen
Vorstellungen?
Es ist ein erstaunliches Phänomen unserer Zeit, dass
die einzelnen Wissenschaften nicht mehr miteinander
kommunizieren. Was zum Beispiel in der Physik und
da besonders in neuen Zweigen wie Biophysik
allgemeines Gedankengut ist, dass nämlich lebende
biologische Systeme (Mensch, Tier, Pflanze)
nicht nur materiell-körperlich, sondern gerade
typischerweise durch Schwingungen zu erklären sind, ist
in der medizinischen Ausbildung und Praxis kein Wort der
Erwähnung wert. Dieses Nicht-miteinander-kommunizieren
geht ja mittlerweile so weit, dass sogar innerhalb einer
Wissenschaft, wie etwa der Medizin, oft viel zu wenig
effektiv und fächerübergreifend diskutiert wird. Doch
gerade der Blick für die Gesamtheit, für die Zusammen-
hänge, ermöglicht erst echte Fortschritte in Diagnostik
und Therapie. Das alles hat wohl mit Offenheit und Tole-
ranz zu tun. Tugenden, die nicht mehr selbstverständlich
zum Repertoire des neuzeitlichen Menschen zählen.
Aber betrachten wir nun die einzelnen Ebenen und
beginnen wir, die Vielfalt unseres Daseins zu erkennen
und zu verstehen.
Unter Körper verstehen wir das uns vertraute Vehikel,
unser eigentliches Ausdrucksinstrument, das uns durch
dieses Leben führt. Von einem übergeordneten, geistigen
und eventuell auch religiösen Aspekt heraus betrachtet
wissen wir, dass unser Körper sozusagen die tiefste, letzte
Instanz unseres Daseins darstellt. Er ist Materie und gibt
uns im wahrsten Sinne des Wortes Boden unter den
Füßen. Wir sollten ihn hegen und pflegen, versuchen, ihn
gesund zu halten oder im Erkrankungsfall auch wieder
gesund zu machen.
In unseren Breitengraden ist es primär die meist als
Schulmedizin bezeichnete, uns geläufige, an unseren
Universitäten unterrichtete Medizin, die sich um unseren
Körper kümmert. Sie versucht extrem symptomorientiert,
mit Methoden, die eben ausschließlich körperlich ausge-
richtet sind, sowohl diagnostisch als auch therapeutisch
vorzugehen. Sie untersucht Blut und auch andere Körper-
säfte mit modernsten Labormethoden. Sie versucht, mit
immer ausgeklügelteren Verfahren tiefer und tiefer
Einblick in den Organismus zu nehmen. Kernspin-
tomographien, Computertomographien, nuklearmedizini-
sche Methoden haben Einzug gehalten in die Medizin.
Doch, wie schon vorhin erwähnt, je mehr sie im Detail
weiterkommt, um so mehr verliert sie offensichtlich den
Überblick über die Zusammenhänge. Das geht natürlich
sehr weit und zeigt sich krass in der Spezialisierungspro-
blematik unserer Medizin, wo die einzelnen Fachrich-
tungen kaum mehr wirklich voneinander wissen und oft
auch nicht mehr untereinander kommunizieren. Der Au-
genarzt wird womöglich nicht mehr wirklich in der Lage
sein, eine Lungenentzündung zu behandeln. Der Internist
wiederum wird, so ist anzunehmen, seine Schwierigkeiten
haben, emotionale Dysfunktionen, Befindlichkeitsstö-
rungen der verschiedensten Art, zu behandeln, wo ja meist
kaum pathologische Befunde im körperlichen Bereich
gefunden werden. Arbeitslos wird der Chirurg, wenn er
nicht gerade spektakuläre Operationen zu erledigen hat,
sondern einen Patienten mit Schlafstörungen und Burn-
Out-Syndrom behandeln soll. Die Beispiele sind beliebig
gewählt und sollen niemanden vor den Kopf stoßen. Aber
sie sollen die oft erlebte Ohnmacht der westlichen Medizin
der letzten Jahre andeuten.
Unser Körper ist also Materie. Die Vorgänge, die
ablaufen, sind chemischer Natur. Im materiellen Körper
spielt sich all das ab, was wir gewohnt sind, mit unseren
medizinischen Methoden zu erfassen und zu behandeln.
Also Labor- und Röntgenuntersuchungen oder auch ande-
re, moderne bildgebende Verfahren, wie zum Beispiel
Computertomographie und Kernspintomographie. Hier
wirken alle allopathischen Medikamente (also Chemie-
präparate), aber auch Extrakte natürlicher, pflanzlicher
Substanzen. Alle schulmedizinischen Anwendungen, aber
auch naturheilkundliche Methoden wie Phytotherapie und
Kräutermedizin, haben in dieser Ebene ihre Berechtigung
und ihr Anwendungsgebiet.
Bei aller Wichtigkeit und bei allem Respekt unserem
Körper gegenüber, schauen wir dennoch einmal weiter
was gibt es da noch?
SEELE
Schon in frühen Zeiten der Menschheitsgeschichte war
klar, der Mensch sollte und könnte die Krönung der
Schöpfung sein ein sich entwickelndes, universelles
Wesen mit Fähigkeiten, die alle anderen Lebewesen dieses
Planeten Erde in den Schatten stellen. Der Begriff Seele ist
in unseren Breitengraden sehr religiös belegt. Das
Christentum verwendet ihn, um etwas zu definieren, das
nach unserem Tod, unserem Verschwinden von dieser
irdischen Realität, weiter existiert. Das Unsterbliche. Für
viele erscheint dieser Begriff sehr irreal und nicht fassbar.
Aber offenbar hat diese Seele doch sehr viel mit uns zu
tun. Denn wenn sie unsere Unsterblichkeit repräsentiert,
dann sind das doch eigentlich wir!
Was ist aber nun die Seele? Ich denke, kein Mensch
kann eine Antwort geben, die keinerlei Unklarheiten
zurücklässt. Zu groß ist das diesbezügliche Unwissen und
die Vielfalt der Interpretationsmöglichkeiten. Aber dennoch:
Vielleicht gibt es ja doch etwas, das uns dieses
Verständnis erleichtert.
Wie wär's denn damit, die Seele wie schon vorher
kurz erwähnt mit unserem Energiekörper in Ver-
bindung zu bringen? Etliches wird plötzlich viel klarer
und leichter verständlich! Im Abschnitt über den Energie-
körper habe ich über die verschiedenen Bereiche, die
diesen definieren, geschrieben. Eine wichtige Unterschei-
dung dieser Teile unserer Aura scheint ja auch in der
unterschiedlichen Frequenzlage der entsprechenden
Schwingungen zu liegen. Je grobstofflicher, umso niedri-
ger die Frequenz. Je höherfrequent unser Schwingungs-
muster sich gestaltet, je feinstofflicher es wird, umso mehr
entfernen wir uns von unserer Körperlichkeit. Ist es nicht
interessant, dass Aurasichtige die Verbindung unseres
Körpers mit unserem Energiekörper in der Ebene des
ätherischen Körpers sehen, der ersten rein energetischen
Ebene unseres Organismus? Zum Zeitpunkt des Todes löst
sich genau hier die Verbindung zwischen Körper und
Energiekörper oder sagen wir in diesem Zusammenhang
einfach Seele der grobstoffliche Körper verliert sein
energetisches Feuer und stirbt, der feinstoffliche Teil löst
sich und existiert in irgendeiner Form, in einer anderen
Dimension, weiter.
Bei all diesen Überlegungen wird doch sehr klar, welch
ungeheure Bedeutung unser Energiekörper, unser freier
energetischer Fluss, für unser Gesamtsystem, für unser
Befinden haben muss!
GEIST
Nun fehlt uns aber immer noch etwas, um wirklich zu
einem tieferen Verständnis der Mechanismen des Lebens,
der Prinzipien von Gesundheit und Krankheit, zu gelan-
gen. Körper und Energiekörper stellen, wie gesagt, eine
Art Vehikel dar. Transportmittel, die uns durchs Leben
geleiten, die uns am Boden halten, uns durch diese Welt
führen. Uns! Wer oder was ist denn dieses uns? Wer oder
was sind wir denn nun eigentlich?
Ich denke, wir sind noch mehr als bisher beschrieben
und wir sind alles gleichzeitig, solange wir leben. Wir sind
Körper, Seele und Geist. Alle drei Begriffe sind gleich
wichtig und beeinflussen einander in jeder Richtung, wie
die eingangs gezeigte Zeichnung darstellt.
Der Geist fehlt uns noch in unserer Sammlung. Geist
ist dieser Begriff gleichzusetzen mit Psyche? Mit dem,
worin uns schon Siegmund Freud Unterricht erteilt hat?
Generationen von Philosophen und Psychologen haben
versucht, diesen Begriff zu definieren. Unterschiedliche
Erkenntnisse wurden dabei formuliert. Mit Psyche, also
dem, was wir als die Einheit von Bewusstsein und Unter-
bewusstsein verstehen, hat es ganz sicher etwas zu tun!
Aus meiner Sicht repräsentiert unser Geist letztendlich
unsere eigentliche Individualität. Und wenn ich im vori-
gen Abschnitt die Seele als unsterblich bezeichnet habe
vielleicht sollten wir den Geist eben so benennen. Denn
der ist sicher auch unsterblich, vielleicht sogar ausschließ-
lich. Er ist so etwas wie die Quintessenz unserer Persön-
lichkeit. Das, was jeden Menschen so einzigartig macht.
Und so gesehen hat er über alle bis jetzt besprochenen
Ebenen nochmals eine übergeordnete Bedeutung, was die
Regulation betrifft. Derlei Mechanismen sind unserer
Medizin ja schon länger bekannt. Wir wissen ja alle, dass
unsere Psyche uns krank machen kann. Vornehmlich
dann, wenn ungelöste psychische Konflikte uns in der
Tiefe unseres Unterbewusstseins quälen. Themen, die
zum Zeitpunkt ihres Geschehens für uns nicht lösbar sind,
befördern wir ins Abseits. Wir verdrängen sie aus unserem
Bewusstsein in unser Unterbewusstsein. Deswegen sind
sie aber nicht weg, sondern uns nur nicht bewusst. Wenn
sie aber tatsächlich ein beträchtliches Störpotenzial in
sich tragen, dann verlangen sie eben auch in späteren
Phasen des Lebens nach Auflösung und Klärung. Der Weg,
den unser Gesamtsystem in solchen Fällen wählt, kann
sehr beschwerlich und unangenehm für uns sein. Das
Unterbewusstsein wählt in einer Art Flucht nach vorne
eine Manifestation in der Körperlichkeit, um sich uns mit-
zuteilen. Es entwickeln sich Symptome nach den Prin-
zipien der Psychosomatik (ein ungelöstes psychisches
Konfliktthema äußert sich in körperlicher Symptomatik).
Also will uns unsere Psyche in Form einer körperlichen
Entsprechung etwas sagen.
Das Problem liegt nur darin, dass lange Zeit die
Sprache der Psychosomatik nicht wirklich verstanden
wurde und, zugegebenermaßen, auch schwer zu verstehen
ist. So hat sich als oberste Prämisse in der Medizin der
westlichen Welt die Anschauung eingebürgert: Symptom
ist da? Symptom muss weg!" Und zwar um jeden Preis!
Der ist ein guter Arzt, der mir mein Symptom am schnell-
sten wegnimmt", so oder ähnlich lautet ein gängiges
Credo. Im Grunde geschieht dies durch medizinische
Maßnahmen der verschiedensten Art. Von Fall zu Fall
unterschiedlich sind Methode und Erfolg, das Grund-
prinzip ist aber immer gleich: Das Symptom muss weg!
Wenn aber unsere Psyche in Form von körperlichen
Symptomen zu uns spricht, dann verbieten wir ihr mit
Entfernung des Symptoms ja nur das Sprechen, und so
gesehen stehen wir natürlich dem Gesamtsystem nicht
wirklich hilfreich zur Seite! Wenn wir nicht zuhören und
auch nicht verstehen, was unser Organismus uns sagt, so
werden wir ihm auch nicht helfen können! Wir sollten uns
dringend von der Vorstellung lösen, Symptome seien
unsere Feinde, die es zu bekämpfen gilt. Sie sind vielmehr
ein Hilfeschrei des Organismus, der uns sagt Bis hier-
her und nicht weiter! Ich kann so nicht mehr!"
Ein kleines Beispiel. Stellen Sie sich vor, Sie fahren
mit Ihrem Auto. Plötzlich leuchtet eines der vielen
Warnlichter auf Ihrem Armaturenbrett. Leider sind Sie,
was das Innenleben Ihres Autos betrifft, nicht so wirklich
versiert und denken daher, dass es wohl besser wäre, die
Sache von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Von je-
manden, der versteht, was das Leuchten dieses Lämp-
chens bedeutet und daher weiß, was zu tun ist. Sie fahren
also schnurstracks in Ihre Werkstätte und besprechen die
Geschichte mit dem Mechaniker. Der überprüft die Sache
und meint: Haben wir gleich!" Ruckzuck schraubt er das
Armaturenbrett herunter, nimmt das leuchtende Lämp-
chen heraus, schraubt alles wieder fest und sagt: So!
Fertig, das war's! Das Warnlicht leuchtet nicht mehr!" Mit
diesen Worten entlässt er Sie, und irgendwie ist Ihnen
klar das kann es ja wohl nicht gewesen sein! Das Lämp-
chen leuchtet zwar nicht mehr, aber warum hat es denn
überhaupt geleuchtet? Was ist denn eigentlich passiert?
Es ist doch vermutlich nach wie vor irgendetwas nicht in
Ordnung in der unbekannten Tiefe Ihres Fahrzeuges.
Soviel zum Thema Symptombehandlung. Natürlich
muss man Symptome eindämmen, wenn sie ein gewisses
Maß an Intensität übersteigen, und es kann auch eine
noble Aufgabe für einen Arzt sein, einem Menschen ein-
fach unerträgliche Schmerzen zu ersparen. Er sollte aber
immer wissen, was er dabei tut und danach trachten, die
Botschaft dieser Schmerzen zu verstehen.
VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN
Im Grunde heißt Verantwortung übernehmen ja wört-
lich, Antworten zu geben auf die Fragen des Lebens! Auf
die eigenen Fragen genauso wie auf die anderer. Sich den
Fragen des Lebens wirklich stellen und ihnen nicht aus-
weichen, was ja gern und häufig praktiziert wird. Unsere
Gesamtpersönlichkeit hat gute Antennen dafür, wie wir
leben. Ob wir bereit sind, an Lösungen diverser Probleme
zu arbeiten. Ob wir Entwicklung wollen und zukunfts-
orientiert agieren. Ob wir den Mut aufbringen, die Dinge,
die zu tun sind, auch tatsächlich durchführen. Ob wir Ent-
scheidungen treffen und eben Verantwortung überneh-
men. Und zwar über all das, was wir in unserem Leben an
Positivem und an Negativem schon erreicht haben oder
aber was wir erreichen wollen. Und unsere Einheit von
Körper, Seele und Geist zeigt uns sehr klar und deutlich,
wenn wir unsere Ideale und Vorstellungen nicht leben.
Wenn wir uns an Regeln halten, die nicht unsere sind, be-
ziehungsweise gegen unsere Interessen gerichtet sind,
dann wird sich kaum ein Zustand der Ausgeglichenheit
und umfassender Gesundheit einstellen. Aber genau dann
liegt es eben an uns, die Dinge in die Hand zu nehmen und
das Leben wieder in Fluss zu bringen. Also hat das Nicht-
vorhandensein von Ausgeglichenheit, Harmonie, Erfolg,
Stärke und Gesundheit auch etwas mit Verantwortung
übernehmen zu tun.
Verantwortung für sich und andere zu übernehmen
heißt auch, sich und andere ernst zu nehmen. Auf sich und
andere zu achten. Es gibt Menschen, denen es selbstver-
ständlich erscheint, auf andere zu achten und solche, die
ein hohes Maß an Ichbezogenheit an den Tag legen. Beide
Aspekte, einseitig gelebt, bergen aber Gefahren in sich.
Die reine Ichbezogenheit kann leicht in negative Formen
von Egoismus abgleiten. Dieses Fehlen eines wirklich aus-
geprägten sozialen Gewissens führt bei solchen Menschen
zwar kurzfristig oft zu erstaunlichen Erfolgen in verschie-
densten beruflichen Bereichen. Längerfristig mündet sie
aber unweigerlich in die Isolation, weil kein Mensch auf
Dauer Egoisten wirklich ertragen kann. Es ist interessant,
dass die westliche Welt im Moment eine Zeit durchlebt, in
der Formen von Egoismus weit verbreitet sind und ver-
steckt manipulierend als Inhalte verschiedenster Werbe-
schienen und trendiger Zeitgeistideen transportiert
werden. Denn genau dieses Nichtachten anderer Men-
schen, Lebewesen und der Natur im Ganzen birgt ja die
hochexplosive Gefahr der aktuellen umwelt- und sozialpo-
litischen Gegebenheiten. Vielleicht müssen Negativent-
wicklungen tatsächlich einen gewissen Grad erreichen,
bevor, an Hand der oft katastrophalen Folgen, Menschen
umzudenken beginnen, bevor Veränderungen einsetzen
können.
Umgekehrt werden Menschen auch nicht glücklich,
gesund und entwickeln sich in all ihren Dimensionen wei-
ter, wenn sie aufopfernd-altruistisch alles für andere
geben und sich selbst in keinster Weise fördern und ach-
ten, sich selbst auch nichts zutrauen. Ich denke, es ist sehr
offensichtlich, dass erst die Verbindung dieser beiden Pole
wirklich Sinn ergibt.
Aber schauen wir noch ein Stück weiter, was es letzt-
endlich heißt, Verantwortung zu übernehmen.
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