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Bericht "Bahn wirkt"

Purkersdorf

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VERMISCHTES
WIRTSCHAFT

2010 im 15 Min.- Takt nach Wien und retour !

Bericht über die Veranstaltung des Aktionskomitees

„Unsere Westbahn, Unsere Busse“ :

Bahn wirkt?

am 19.3.2003 in Purkersdorf

Eine von hochrangigen Bahn- und Bahnbus- Vertretern besetzte Veranstaltung, unmittelbarer Anlass waren die katastrophalen Zugausfälle und Verspätungen im Jänner:

Herr Dr. Fischer von der ÖBB Regionalleitung Ostregion nahm zum Thema Jänner-Chaos wie folgt Stellung:
„Durch die Witterungsbedingungen im Jänner gab es häufig Motorschäden bei den Triebwägen. Es gingen viele Windschutzscheiben kaputt, mehr als Ersatz zu bekommen war;
Als Konsequenz daraus wurden Windschutzscheiben auf Vorrat angeschafft.“

Laut DI Dr. Juhasz (NÖVÖG) ist das Wagenmaterial, das im Nahverkehr auf der Westbahn zur Zeit eingesetzt wird, bald 50 Jahre alt.

Aber das Thema war durchaus weitergehend, wie Diskussionsleiterin Maria Parzer betonte:

  • Um die Lebensqualität in den Wiener Umlandgemeinden zu halten/ zu verbessern, muss der Anteil am öffentlichen Verkehr steigen.

  • Aber wie, wenn es für den Umstieg vom Auto wenig Motivierendes gibt ?

Die Teilnehmer und die wesentlichen Aussagen:


Ing. A. Offenborn, Dr. M. Parzer, DI Dr. A. Juhasz, Dr. K. Fischer, Ing. E. Holzer

Ing. Andreas Offenborn, Aktionskomitee „Unsere Westbahn, Unsere Busse“ und Vorsitzender Verein „Fahrgast“

„In erster Linie geht es um die ordnungsgemäße Erfüllung des gültigen Fahrplanes, d.h. um Pünktlichkeit und Verlässlichkeit!

Selbst nach Ende der Baustellen Richtung Wien und bei Entlastung der Westbahnstrecke nach Fertigstellung des Wienerwaldtunnels muss erst durchgesetzt werden, dass auch tatsächlich mehr Züge geführt werden! Sonst haben wir dieselbe Situation wie bei der Flughafen-Schnellbahn, hier fährt nach einem millionenteuren Ausbau die Bahn im selben Intervall (1/2 Std. ) wie vorher.“

Dr. Fischer, ÖBB Regionalleitung Ostregion 1

„2010 im 15 Min.- Takt nach Wien und retour !

Allerdings muss auch „die öffentliche Hand“ finanziell dazu beitragen, indem sie Züge bestellt.“

Weiters kommt von ihm eine sehr interessante Aussage, die auch Vieles erklärt:

„Die ÖBB-(Bereich Güterverkehr) fährt z.B. für General Motors „Just in time“ –Verkehr, deswegen muss auch in den Stoßzeiten manchmal ein Personenzug wegen eines Güterzuges warten!“

Einhellige Reaktion des Publikums:

„Auch die „Personenfracht möchte und muss just in time ankommen!!!“

Hinsichtlich der Pünktlichkeit wies er auf eine 90 % ige Einhaltung des Fahrplanes hin,

Allerdings teilte das Publikum seine Einschätzung nicht.

DI Dr. Andreas Juhasz, NÖVOG (NÖ VerkehrsorganisationsgesmbH):

Die NÖVOG ( Organisation des Landes als Besteller von Nahverkehrsdienstleistungen gegenüber Bahn und Bus) zahlt jährlich ca.14, 3 Mio. € // 200 Mio. für den Nahverkehr.

„Es sind vor allem die kleinen Dinge wie fehlende oder falsche Information bei Verspätung, Unfreundlichkeit, schmutzige Waggons, die die KundInnen verärgern.

Da wäre mit wenig Geld, allerdings viel Engagement viel zu bewirken.

Der öffentliche Verkehr muss in Bezug auf Werbung und Image an der Autoindustrie Anleihen nehmen .“

Große Zustimmung gab es dazu durch viele Beiträge des Publikums.

Auch die Vertreter von Bahn und Bus sagten ihre Mitwirkung zu (vgl. dazu die bekannt gegebenen Telefonnummern und E-Mail-Adressen).

Ing. Ewald Holzer, Regionalleitung ÖBB Ostregion 1

250 Wieselbusse sind in NÖ bereits unterwegs, meist allerdings auf längeren Strecken (z.B. Wien-Krems) ,

700 Nahverkehrswaggon werden umgebaut, ab 2005 werden auch neue Elektrotriebwagen im Einsatz sein.

Herr Halbauer, Personenverkehr Regionalleitung Ostregion 1, zuständig für die Busse:

„Der Halbstunden-Takt der Busse in Richtung Purkersdorf/Gablitz/ Pressbaum - jeweils um „20“ und „50“ - ist bei den KundInnen seit mindestens 10 Jahren gut eingeführt, eine Anpassung an die sich oft ändernden Abfahrtszeiten der Züge würde das zerstören!“

(Antwort auf die kritische Frage aus dem Publikum, warum oft die Züge und Busse in Hütteldorf fast zur selben Zeit abfahren)

Stadträtin Marga Schmidl (LIBuG):

Die Gemeinde Purkersdorf fördert den öffentlichen Verkehr mit konkreten Aktionen, wie den speziellen Purkersdorfer -Falt-Fahrplan für die jeweiligen Stationen (der von den TeilnehmerInnen aus anderen Gemeinden viel beachtet wurde), den Ergänzungsangeboten wie Nachtzug/ Nachtbus, Stadttaxi (zum und vom Bus/Zug) , den Purkersdorfer Fahrschein (1€)....“

Wie geht es weiter?

Aktionskomitee „Unsere Westbahn, Unsere Busse“:

Die AutofahrerInnen haben starke Organisationen, die BenutzerInnen öffentlicher Verkehrsmittel brauchen das auch,

  • gegenüber der Politik, damit die notwendigen finanziellen Mitten bereit gestellt werden und

  • auch gegenüber den ÖBB (bzw., mit ihnen) damit das Angebot und die Qualität stimmt.

Das Komitee wird weiter arbeiten, Termin demnächst!

AndiO@a1.net

maria.parzer@24on.cc


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Letzte Änderung: 2003-03-23