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Stellungnahmen zum Umwidmungsansuchen des ÖGB im Bereich des sogenannten Hueber-Hauses (Projekt Mühlberg)

 

Wienerwaldkonferenz

vormals „Freunde der Wienerwaldkonferenz

zur Erhaltung der Wienerwaldlandschaft“

 

Bürgermeister 

Mag. Karl Schlögl

Hauptplatz 1 Rathaus

3002 Purkersdorf

 

Einöde, 21.11.2005

Betrifft: Stellungnahme "Hueberhaus"-Gründe/Mühlberg

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte  Damen und Herren des Gemeinderates,

 

namens der Wienerwaldkonferenz appelliere ich dringend an Sie, der diskutierten Umwidmung und Verbauung der "Hueberhaus"-Gründe am Mühlberg nicht zuzustimmen.

 

Das Bauvorhaben widerspricht nicht nur Ihrem eigenen Entwicklungskonzept oder der von Purkersdorf mitgetragenen Wienerwalddeklaration und verursacht berechtigte Sorgen in der Bevölkerung, es steht auch in klarem Gegensatz zu den Intentionen des Biosphärenparks.

 

Gerade im Zusammenhang mit dem Biosphärenpark wäre eine übereilte und anlassbezogene Entscheidung ausgerechnet jener Gemeinde, die sich immer wieder auch als Vorbild im Wienerwald beweisen konnte, ein drastischer Rückschlag in einer vielversprechenden Entwicklung, die gerade erst begonnen hat.

 

Wesentlicher Kerninhalt des Biosphärenparks ist die nachhaltige Entwicklung der gesamten Region mit ihren mehr als 50 Gemeinden. Wir gehen daher davon aus, dass sich die Länder Wien und Niederösterreich dazu auf eine umfassende Siedlungs- und Verkehrsplanung unter Einbeziehung von Gemeinden und Bevölkerung verständigen werden.

 

Statt diesem Ziel durch eine eventuelle Freigabe des Bauvorhabens von vornherein Steine in den Weg zu legen, könnte Purkersdorf einmal mehr gutes Beispiel für die Region werden, sich verstärkt in den Gestaltungsprozess des Biosphärenparks einbringen und sich in diesem Rahmen beispielsweise auch für neue Finanzierungsmodelle für die Gemeinden der Region Wienerwald stark machen.

 

In der Hoffnung auf eine Entscheidung zugunsten des Wienerwaldes verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

 

Birgit Kohlmaier-Schacht

Präsidentin Wienerwaldkonferenz

 

cc:   Landeshauptmann DI Dr. Erwin Pröll

      Bürgermeister Dr. Michael Häupl

      Biosphärenpark Management, Mag. Günther Loiskandl

 

 

 

 

Naturschutzbund

Alserstraße 21/1/5, 1080 Wien

Tel: (01) 402 93 94, Fax (01) 402 92 93

E-mail: noe@naturschutzbund.at

www.noe.naturschutzbund.at

 

Stadtgemeinde Purkersdorf

Hauptplatz 1

3002  Purkersdorf 

Wien, am 22.11.2005

Stellungnahme zur Baulandwidmung im Bereich des  ÖGB – Hueber-Bildungshaus,  Projekt Mühlberg

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Mag. Schlögl,

sehr geehrte MitgliederInnen des Gemeinderates,

der Naturschutzbund NÖ hat binnen sehr knapper Frist Kenntnis davon erhalten, dass das große periphere Areal im Bereich des ÖGB – Hueber - Bildungshauses nahe der Stadtgrenze zum Bundesland Wien und nahe der Autobahn A1 von „Grünland – Sport“ in „Bauland –Aufschließungszone“ für 160 Reihenhaus - Wohneinheiten samt 320 PKW - Abstellplätzen umgewidmet wurde bzw. in nächster Zeit in Bauland umgewidmet werden soll.

Der Naturschutzbund NÖ gibt zu dieser Umwidmung eines Teils des Landschutzgebietes Wienerwald in Bauland innerhalb gegebener Frist  (bis 22.11.2005) eine negative Stellungnahme ab und wendet sich mit Entschiedenheit gegen die Umwidmung in Bauland und die vorgesehene Verbauung in der dzt. vorgesehenen Größenordnung.

Das geplante Vorhaben widerspricht einer langen Reihe von Argumenten, die in den vergangenen Jahren zum Schutz des Wienerwaldes erarbeitet wurden und z.T. auch schon in Rechtskraft erwachsen sind.

Purkersdorf gehört seit Jahren zu den am stärksten wachsenden Gemeinden im Wienerwald. Die Verstädterungstendenzen samt unlösbaren kommunalen Finanzierungs- und Infrastrukturproblemen wurden u.a. in der Wienerwald-Deklaration 1987 und 2002 von der PGO (Planungsgemeinschaft-Ost) und von der Wienerwaldkonferenz thematisiert und konkrete Empfehlungen und Maßnahmen der Raumplanung und Raumordnung in aller Öffentlichkeit gefordert.

Es trifft nicht zu, dass im Wienerwald Wohnraummangel herrscht. Vielmehr wird durch umfangreiche Bautätigkeit einflussreicher Wohnbaugenossenschaften - teils nach spekulativer Umwidmung von Wienerwaldwiesen - seit Jahren eine künstliche Nachfrage erzeugt. Die mit Wohnbau – Förderung errichteten Objekte werden in zahlreichen Printmedien beworben und schließlich an großteils Wiener Zuzügler verkauft. Doch die Arbeitsplätze wandern nicht mit aufs Land, die tägliche Verkehrsproblematik durch ständig zunehmende (Tages-) Pendlerströme bringt unlösbare Probleme und Gemeinkosten mit sich - ganz besonders auch beim Mühlberg Projekt - Hueberhaus!

Solange im Fall „Mühlberg Projekt – Hueberhaus“ die daraus resultierende Verkehrsproblematik gemeinsam mit Wien nicht umfassend und zufrieden stellend gelöst ist, darf weder eine Baulandwidmung erfolgen, noch konkrete Verbauungpläne erstellt werden.

Die Widmung als „Grünland-Sport“ am peripheren Rand der Gem. Purkersdorf sollte belassen und sinnvoll genutzt werden, wenn schon eine Rückwidmung in „Grünland - Ödland/Ökofläche“ zugunsten der Zielsetzungen des Biosphärenparks und Landschaftsschutzgebietes Wienerwald aus Kostengründen nicht realisierbar ist.

Vor der Umwidmung des betroffenen Areals und damit der Realisierung des vorliegenden Projektes muss das örtliche (bisher in Kraft stehende) Raumordnungsprogramm der Gem. Purkersdorf gründlich überarbeitet werden und von der NÖ Landesregierung, v.a. hinsichtlich der Zielsetzungen der Entwicklungszone des Biosphärenparks geprüft und bewilligt werden!

Der Naturschutzbund warnt mit Entschiedenheit vor einer voreiligen Weichenstellung zur baldigen Realisierung dieses, vor allen auch seitens der Anrainer sehr umstrittenen Projekts in der derzeitigen Fassung. und schlägt vor, einen partizipativen Planungsvorgang zur sinnvollen Nutzung des Areals unter Einbeziehung aller infrage kommenden Organisationen, sonstigen Rechtspersönlichkeiten und betroffenen Anrainer in die Wege zu leiten, wenn man absehbare Konflikte zum Schutz unseres Wienerwaldes in ehrlicher Absicht vermeiden will.

Mit freundlichen Grüßen 

Univ.-Prof. Dr. Walter Hödl

Vorsitzender

 

Naturschutzbund NÖ – Natur erleben, verstehen, schützen

 

Bankverbindung: RLB Nö Wien, BLZ 32000, Konto-Nr. 480.590, Spendenkonto-Nr.62-00.480.590

Für steuerbegünstigte Spenden: PSK, BLZ 60000, Konto-Nr.7532980

 

 

Alle Fotos: Hannah Brand

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich bin entsetzt über den Plan der Gemeinde Purkersdorf, ein 39.000 m² großes Grundstück an der Grenze von NÖ und Wien von „Baulandsondergebiet Sport-, Kultur- u. Bildungseinrichtung“ in „Bauland Wohngebiet“ umzuwidmen, womit 160 Wohnungen und 320 Garagen gebaut werden sollen und ein entsprechend hohes Verkehrsaufkommen noch unklaren Verlaufs entstehen würde. Dieses Projekt widerspricht eindeutig dem Stadtentwicklungskonzept von Purkersdorf und der Wienerwald-Deklaration und lässt unabsehbare Beispielwirkungen für den neu geschaffenen Biosphärenpark befürchten. Ich appelliere daher an Sie, dieses Projekt nicht Wirklichkeit werden zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Univ.Prof.i.R.DI.Dr. Kurt Zukrigl
Träger des Josef Schöffel-Biosphärenpark-Sonderpreises

 

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Erste Stellungnahmen dazu:

 

 

 

Und weiter:

Erfolg für Purkersdorf!

Beschluss zur Umwidmung „Hueber-Haus-Gründe" soll aufgehoben werden!

Einen großen Erfolg können LIB/GRÜNE und all jene verbuchen, die sich für die Erhaltung der Liegenschaft Hueber-Haus, Leischinggasse 2 und gegen die Verbauung eines Teils des Grundstückes eingesetzt haben.
In der heutigen Stadtratssitzung wurde die Tagesordnung für den kommenden Gemeinderat beschlossen. Darin heißt es, dass die "Änderung des Flächenwidmungsplan in Bauland betreffend Leischinggasse" bei der GR-Sitzung am 13.12.05 aufgehoben werden soll.
Das gibt Anlass zur Freude, denn nun ist auch die zuletzt vorgeschlagene Verschiebung der Beschlussfassung bis zum März 2006 schon wieder überholt.
Ist es wirklich wahr, dass statt der Nachdenkpause doch lieber alles so bleiben soll wie es ist? Die nächste Gemeinderatssitzung wird es zeigen!
Erfreulich ist, dass Bürgermeister Karl Schlögl die vielen berechtigten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen hat. Und es ist sehr positiv, dass es zu keiner übereilten Entscheidung über die Zukunft des Areals kommen wird.

Marga Schmidl
Liste Baum & Grüne
29.11.2005


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