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Fahrer ? sagt am 04.11.2003 23:09 zu Karl Berger ®:Nächster Beitrag

Re: ÖBB Streik usw.


> eine der herrschaftsmethoden besteht darin, die kundschaft
> gegen beschäftigte, die sich
> gegen schlechterstellungen wehren, auszuspielen. da werden
> »privilegien« kolportiert,
> da wird eine unnatürliche allianz zwischen
> geschäftsführungen und kunden
> herbeigeschrieben.

Natürliche oder unnatürliche "Allianzen" gibt es nicht, es gibt
Verträge. Als Zahler einer Jahreskarte habe ich mit der ÖBB einen
Vertrag geschlossen. Ich habe meinen Teil des Vertrages gehalten, ich
zahle monatlich im Voraus einen nicht unbeträchtlichen Betrag. Ich
möchte befördert werden.

> ich kenne kaum jemanden, der seine eigene berufsbelastung
> nicht als besonders heftig
> empfindet, und bei anderen berufen, vor allem bei denen, von
> denen er am wenigsten
> versteht, vor allem privilegien und büroschlaf vermutet.
> daher wird auch jeder
> arbeitskampf eher aus der neidperspektive betrachtet.

wie kommen Sie drauf, daß Neid die Triebfeder des Betrachters ist?
Ärger gepaart mit Unverständnis trifft die Sache eher.
Ist doch schön, wenn sich durch Jahrzehnte hindurch "wohlerworbene
Rechte" angesammelt haben, aber irgendwann muß man auch erkennen
können, daß sich die Rahmenbedingungen geändert haben.

> vergessen wird dabei, dass die
> eigene zunehmende arbeitsbelastung

ich empfehle Ihnen einen Job- bzw Tapetenwechsel, wenn Sie unzufrieden
sind und sich verändern möchten

> und die zerschlagung
> öffentlichen eigentums, die
> kürzung von sozialleistungen, die pensionsraubreform, die
> »reformen« des
> beamtendienstrechtes, die studiengebühren, die
> tariferhöhungen, die unzureichenden
> lohnrunden usw. alles seiten ein und der selben medaillie
> sind: der langfristigen
> ständigen umverteilung von denen, die wenig bis nix
> besitzen, zu den besitzenden und
> herrschenden.

"www.marxismus.at" läßt grüßen

jeder widerstand dagegen ist zu begrüssen und
> letztendlich in unser aller interesse,

wieso ist es das?

auch wenn uns als »kunden« da und dort zeitweilig
> nachteile entstehen
> können.
> daher hoffe ich, dass die eisenbahner konsequent bleiben

"konsequent bleiben", sprich sich nur nicht ändern, könnte man
auch "reaktionär" nennen.

> und nicht für mini-
> zugeständnisse klein beigeben.

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