Das Schandmal auf der Feihlerhöhe
> Ich hab`mir die Feihlerhöhe sehr genau angesehen: Super
> gemacht von der
> Stadtgemeinde - indes: ein hinweis auf die austrofaschistische und
> nationalsozialistische vergangenheit von j. weinheber fehlt!
> Dr. Manfred Bauer
Auch ich finde die Umgestaltung als gelungen und einen Gewinn. Wiesen
und freie Sicht sind bei uns doch rares Gut.
Das Denkmal auf der Feihlerhöhe erachte ich als Schandmal, das einer
neuen Kontextualisierung bedarf.
Ich will es nicht dabei belassen, auf einer Tafel die Tragödie des
faschistischen Propagandisten Weinheber zu beschreiben.
Das liegt ein dreivertel Jahrhundert zurück.
Vor halb so langer Zeit haben im Zuge der Stadterhebung die damaligen
"Stadtväter" dem Josef Weinheber dieses Denkmal gewidmet, haben ihm
damit die Ehre erwiesen - ohne sich in gebotenem Maß von der Gesinnung
des Geehrten zu distanzieren. Das ist die Purkersdorfer Variante des
Falles Waldheim.
In der Ablehnung des Nationalsozialismus wird man sich in Österreich
heute schnell einig. Die Ablehnung des Austrofaschismus ist schon nicht
mehr so einhellig. Spannend wird dann die jüngere Zeitgeschichte, die
sich mit dem späteren Umgang mit den faschistischen Verbrechen und den
Tätern auseinander setzt. Wie gehen wir in Purkersdorf mit diesem
historischen Ballast um?
Eine gewisse Hoffnung habe ich da in den Historiker Christian Matzka,
der ja auch Vizebgm. und Kulturstadtrat ist.
Die andauernde Ehrung Weinhebers in dieser Form ist eine Last für jeden
Menschen mit demokratischer Gesinnung. Lassen wir uns auf
Auseinandersetzung und Veränderung ein!