FranzFranz ® sagt am 10.03.2010 13:54 zu karl berger ®:
Re: sozialdemokratisch wählen in purkersdorf
> in purkersdorf kandidieren die sozialdemokratInnen nicht
> eigenständig.
> man muss schon sehr genau schauen, um sie als anhängsel der liste
> schlögl auf den aktuellen plakaten zu entdecken. auf der ersten
> plakatserie der liste schlögl kam der parteiname ebensowenig
> vor wie auf
> den briefen, die an jede wählerin/jeden wähler geschickt wurden.
>
> das ist kein zufall. bürgermeister schlögl hat in der
> purkersdorfer spö
> keinerlei funktion, und wie er selbst launig feststellt:
> „Ich bin, wie
> es schon Jörg Haider gesagt hat, einfaches Parteimitglied.“.
>
> die spö-funktionärInnen dienen als fußvolk, dürfen plakatieren und
> andere lästige arbeiten erledigen, und als weitgehend stumme
> ja-sagerinnen die errungenen gemeinderatssitze besetzen. eigene
> abweichende, womöglich sozialdemokratische meinungen sind
> nicht gefragt.
>
> sozialdemokratisches gedankengut ist bei magister schlögl schwer
> auszumachen. so scheint die einzige durchgängige haltung – durch
> zahllose aussagen leicht zu belegen – zu sein, dass sich die spö
> unbedingt die option einer zusammenarbeit mit der fpö
> offenhalten soll.
> als innenminister hat ihn jörg haider als "unser bester mann in der
> regierung" bezeichnet. dass auf der liste schlögl gleich
> drei polizisten
> kandidieren, kann wohl als signal gesehen werden, dass
> dieser rechtskurs
> konsequent weiterverfolgt wird.
>
> auch seine tätigkeit als aufsichtsrat des
> glücksspielkonzerns novomatic
> lässt sich schwer mit sozialdemokratischen positionen vereinbaren.
> "Es kann und darf nicht sein, dass die Politik
> noch länger dabei zuschaut, wie tausende Menschen ihre und die
> Existenz ihrer Partner und Kinder an den Glücksspielautomaten
> verspielen" (stv. parteivorsitzender der sp kärnten peter kaiser)
>
> wer also sozialdemokratisch wählen möchte, muss entweder das
> ende der
> ära schlögl abwarten, oder am kommenden sonntag liste baum & grüne
> wählen. dort kandidiert z.B. karin erben, überzeugte
> sozialdemokratin
> und ehemalige fraktionsobfrau der sozialdemokratischen fraktion
> purkersdorf an aussichtsreicher stelle.
>
Sehr geehrter Herr Berger,
mein erster Eindruck war, dass Sie hier etwas über die Schnur geschlagen haben.
Doch dann lese ich heute, dass der Bürgermeister seinen eigenen Wahlkampf als fair
darstellt, und die anderen zu ihm gar so garstig sind. Was ist denn das für eine Jammerei?
Hat er nicht selber den Bundespräsidenten unerlaubt zu seinem Wahlhelfer gemacht?
Stellt nicht der Bürgermeister selber die kommende Wahl als Bürgermeisterwahl dar?
Warum muss jemand so weinerlich werden, dem die absolute Mehrheit ohnehin niemand
streitig machen kann?