Re: Kremser Kinder"mord"
> > 2 Monate haben die Behörden keinen abschließenden Bericht
> > vorgelegt, bis
> > jetzt eine Anwältin das aktuelle Gutachten des Gerichtsmediziners
> > veröffentlichte. 2 Monate, in denen die Menschen sich je
> > nach Geschmack
> > ihre Version zusammenbasteln konnten. Dass die ersten
> > Polizeiversionen
> > sich nicht ganz reimten, ist immer mehr kritischen Menschen
> > aufgestoßen.
> >
> > Doch was jetzt vorliegt, muss zumindest das Weltbild jener
> > erschüttern,
> > die davon ausgehen, die Welt bestünde aus 2 Lagern, den
> > Bösen und der
> > Polizei.
> > Der tödliche Schuss fiel zu einem Zeitpunkt, an dem keine
> > Gefahr für die
> > Beamten bestand. Notwehr lässt sich hier nicht mehr aufrecht
> > erhalten.
> > Der Raum war gut beleuchtet, als der Polizist dem weglaufenden
> > 14-Jährigen in den Rücken schoss.
> >
> > Die ursprüngliche Version der Täter ist mit dem Gutachten
> > haltlos. Die
> > Ermittlungsbehörden müssen sich jetzt wohl die Frage
> > stellen lassen,
> > warum sie der Verdunkelung so weit Vorschub geleistet haben.
> > Den schwer
> > verletzten jugendlichen Einbrecher haben sie wohl in U-Haft
> > genommen,
> > die Todesschützen gingen vorerst frei.
> > Aber das wäre ja nicht das erste Mal, dass
> > Staatsanwaltschaft und Justiz
> > sich am rechten Aug als sehbehindert erwiesen.
> > Schlagitweit
>
> Endlich wird die Schandtat der Polizisten öffentlich gemacht.
> Dazu war heute der Bericht im Online Kurier zu lesen. Die
> Blödschreiber hier im Forum werden nun eines Besseren belehrt.
>
>
> Der 14-jährige Florian P. hätte nach dem Treffer aus einer
> Polizeiwaffe nicht mehr gerettet werden können. Das nun
> veröffentlichte gerichtsmedizinische Gutachten besagt, dass die
> Verletzungen des Buben auch trotz sofortigen intensivmedizinischen
> Maßnahmen zum Tod geführt hätten. Zur Todesursache stellt der
> Sachverständige fest: "Florian P. erlitt bei dem Vorfall einen
> Brustkorbdurchschuss und ist infolge Verblutens und Erstickens nach
> Lungendurchschuss eines gewaltsamen Todes gestorben". Er starb 90
> Minuten, nachdem er angeschossen wurde.
>
> Florian P. hatte in den Stunden vor seinem Tod nachweislich keinen
> Alkohol oder sonstige Suchtmittel konsumiert, ist Reiters
> Expertise zu
> entnehmen.
>
> Gefahr für Beamte längst gebannt
> Indes geraten in der Affäre um den Todesschuss die beiden
> Polizisten
> immer mehr unter Druck. Die schriftlichen Gutachten des
> Gerichtsmediziners Christian Reiter und des Schießsachverständigen
> Ingo Wieser legen nahe, dass der tödliche Schuss zu einem Zeitpunkt
> fiel, als eine - wenn überhaupt je gegebene - Gefahr für die
> Beamten
> längst gebannt war.
>
> Anhand der in der Vorwoche der Staatsanwaltschaft Korneuburg
> vorgelegten Sachverständigen-Expertisen lässt sich der
> wahrscheinliche
> Ablauf der Ereignisse in der Nacht auf den 5. August 2008
> rekonstruieren. Die Jugendlichen hatten sich demzufolge in
> der Nische
> eines zehn Meter langen und drei Meter breiten, dunklen Ganges
> versteckt, als sie die Polizisten und den Merkur-Mitarbeiter
> bemerkten.
>
> Dort wurden die Burschen schließlich auch aufgestöbert. "Was
> macht's
> denn ihr da?", soll der Polizist ausgerufen haben, als er die
> Gestalten wahrnahm, die - so seine Darstellung - dann
> bedrohlich auf
> ihn zugekommen seien. Einzige Lichtquelle waren zu diesem Zeitpunkt
> die Taschenlampen der Beamten.
>
>
> Fluchtgedanken
> Die Polizistin wiederum hatte bei der Tatortrekonstruktion wenige
> Wochen danach behauptet, ihr wären zwei Männer gegenüber gestanden,
> die sie "vermutlich mit einem Messer oder einer Hacke"
> bedroht hätten.
> In Wahrheit hatte Florian P. eine Gartenharke und sein Freund einen
> Schraubenschlüssel eingesteckt, und die beiden dürften
> unmittelbar an
> Flucht und nicht an Konfrontation gedacht haben: Zuerst gab der
> Polizist den Ausführungen des Schießsachverständigen zufolge einen
> Warnschuss über dem Kopf ab, der in einer Höhe von 1,98
> Meter eine Tür
> zum Verkaufsraum durchschlug und anschließend durch eine
> Glasscheibe
> an der Außenseite des Supermarkts ging.
>
> Die Polizistin gab darauf ebenfalls einen Schuss ab, der den 17-
> jährigen Roland T. aus einer Entfernung von sieben Metern
> traf. "Ich
> sah Entschlossenheit, Aggression, Zorn, Ernst. Den Ausdruck
> der Augen
> vergesse ich nicht", gab die Frau laut der Wiener
> Stadtzeitung Falter
> zu Protokoll. Das Projektil durchschlug dem Jugendlichen in
> einer Höhe
> von 70 Zentimeter beide Oberschenkel.
>
> Roland T. war zu diesem Zeitpunkt allerdings nur mehr 1,1 Meter von
> der Tür zum Verkaufsraum entfernt - bei einer Gesamtlänge von zehn
> Meter des Ganges scheint klar, dass der 17-Jährige sich eher
> zur Tür
> und nicht hin zu den Beamten orientiert haben dürfte.
>
> Tatsächlich konnte der 17-Jährige noch ein paar Schritte in den
> Verkaufsraum laufen, wo er dann zusammenbrach. Neben ihm rannte
> Florian P. in den Verkaufsraum, wo er sich am Ende einer Palette
> duckte und vor den Polizisten zu verstecken versuchte. Der Raum war
> laut Gutachten gut beleuchtet.
>
> Polizistin starr vor Schreck
> Völlig in Widerspruch zu polizeiinternen
> Ausbildungsrichtlinien, die
> in derartigen Fällen ein gemeinsames Vorgehen des Einsatzteams
> vorsehen, trat zunächst nur der Polizist in den Verkaufsraum, wo er
> dem verletzt am Boden liegenden 17-Jährigen befahl,
> liegenzubleiben.
> Seine Kollegin blieb vorerst im Gang zurück, weil sie - so ihre
> Erklärung - vor Schreck wie erstarrt und nicht in der Lage gewesen
> sei, sich zu rühren. Die weiteren Vorgänge habe sie daher nicht
> gesehen.
>
> Zum weiteren Geschehen hatte der Polizist bei der Tatrekonstruktion
> erklärt, er habe sich hingekniet und aus einer Entfernung von
> viereinhalb bis sechseinhalb Metern auf Florian P.
> geschossen, weil er
> ihm - als er jenen im Verkaufsraum wahrnahm - aufgrund der
> vorangegangen gefährlichen Situation im finsteren Gang
> aggressiv und
> die Lage brenzlig erschienen sei.
>
> In Wahrheit habe "der Beschuldigte den Schuss aus einer stehenden
> Position abgegeben", schreibt der Schießsachverständige, wobei "die
> Entfernung auf circa 180 Zentimeter bis 200 Zentimeter einzugrenzen
> ist". Dem Burschen drang das Projektil in den Rücken, er
> hatte keine
> Überlebenschance. Der Polizist hatte beim Lokalaugenschein
> angegeben,
> er habe auf die Füße des Burschen gezielt, doch wäre er von einem
> Geräusch abgelenkt worden und habe sich zur Seite gedreht.
> Als er sich
> wieder dem 14-Jährigen zugewandt habe, sei der Schuss bereits
> gebrochen und der Bursche mit dem Rücken zu ihm gestanden.
>
> Keine Chance auf Entkommen
> Die wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen
> Verhältnissen gegen den Beamten ermittelnden Behörden rätseln seit
> Wochen, weshalb dieser auf den 14-Jährigen feuerte, der sich
> offenkundig vor ihm verbergen wollte und vermutlich erst
> aufstand, als
> er die Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens erkannte. Eine
> weitere
> Fluchtmöglichkeit wäre ihm jedenfalls versperrt gewesen, da er
> unmittelbar vor Regalen stand.
>
> Sein Werkzeug dürfte Florian P. zu diesem Zeitpunkt außerdem längst
> eingesteckt gehabt haben, förderten die Ermittlungen der
> Kriminalisten
> zutage: Als die Leiche untersucht wurde, fand sich die Gartenharke
> jedenfalls unter der eng anliegenden Jacke des Burschen.
>
> An sich müsste der Polizist auch erkannt haben, dass der vor ihm
> stehende 1,72 Meter große Jugendliche unbewaffnet und damit keine
> Gefahrenquelle mehr war, so das Gutachten: "Die Lichtverhältnisse
> waren für einen gezielten Schuss ausreichend".
>
> Die beiden Polizisten versehen seit dem Vorfall Innendienst.
> An eine
> Suspendierung denkt man nicht. "Das wäre gesetzlich gar
> nicht möglich.
> Es gibt auch keinen Handlungsbedarf", erklärte
> Oberstleutnant Roland
> Scherscher vom Landespolizeikommando Niederösterreich. Mögliche
> polizeiinterne Schritte stünden erst bei Vorliegen einer
> rechtskräftigen Verurteilung an.
>
Sie bezeichnen also Forumschreiber die nicht Ihrer schnellen
vorverurteilenden Meinung sind als Dummposter?
Na da kann ich Sie ja auch als anarchistischen Polizistenhassenden
linken Idioten bezeichnen.