mediawatch ? sagt am 16.07.2009 16:48 zu Leserin ?:
Re: Parteizeitungen
> Rechtzeitig zum Sommerbeginn trudeln noch die Parteizeitungen ein.
> Die Unterschiede in Stil, Aufmachung und Inhalte laden zu einem
> Vergleich ein.
> Im Zeitalter des Vierfarben-Hochglanzdrucks stechen die
> Purkersdorfer
> Informationen ins Auge, sie wirken antiquiert, wie von Gutenberg
> persönlich gedruckt. Oder ist das eine Masche? Damit fallen
> sie nämlich
> schon wieder auf.
> Rundschau und Echo sind dagegen zeitgeistig bildlastig. Es sind halt
> immer die gleichen Leute mit dem gleichen Lächeln, nur
> unterschiedlich
> aufgestellt. Schnell zu überfliegen.
> Inhaltlich sind die Informationen schon am dichtesten. Als
> Opposition
> müssen sie kontrollieren, aufdecken und enthüllen, dazu sind
> sie ja da.
> Auch wenn ich die Positionen nicht immer teile und ich nicht
> alles sehr
> lesbar finde, ich verbringe mit dieser Zeitung wesentlich
> mehr Zeit als
> mit den anderen.
>
> Als parteilich Ungebundene glaube ich, dass ich die erforderliche
> Distanz zu einem objektiven Vergleich aufbringen kann. Mich würde
> wirklich interessieren, wie andere darüber denken. Wenig
> nützlich sind
> daher Parteikampfposter.
ich versuche gerne den blick hinter die fassade und will in der regel
wissen, wer und welche interessen stehen dahinter.
die inserate nehmen nicht nur einen guten teil beim echo und bei der
rundschau ein, sie sagen auch mehr als der dürftige redaktionelle teil.
und wie decken sich diese inserate mit förderungen und allfälligen
anderen entgegenkommen?
interessant ist, dass es firmen gibt, die wohlweislich spö UND övp
finanzieren. nicht nur die immobilienmakler nageln doppelt, sichern sich
bei beiden großparteien die gunst, auch gartenbaufirmen und
bestattungsunternehmen sichern sich nach 2 seiten hin ab.
exklusiv schwarz sponsert wenig überraschend raiffeisen.
das glückspielimperium novomatic setzt auch ganz auf schlögl.
danke für diese transparenz.