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Das Rote Kreuz berichtet

Purkersdorf

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Rotes Kreuz Purkersdorf-Gablitz, März 2004

Ausfahrtenstatistik 2003

504.371 Kilometer legten die Fahrzeuge des Roten Kreuzes Purkersdorf-Gablitz im abgelaufenen Jahr 2003 zurück. Die „magische Grenze“ von einer halben Million Straßenkilometern wurde damit erstmals in der Geschichte der Bezirksstelle überschritten.

Die Zahl der Ausfahrten ist mit 10.364 (nach 10.563 im Jahr 2002) fast gleich geblieben. Gleichzeitig gingen jedoch die Erlöse durch Einsparungen der Krankenkassen um fast10 Prozent zurück. „Die Finanzierung der Notfallrettung wird immer schwieriger. Wir sind dadurch umso mehr auf die finanzielle Unterstützung unserer Spender angewiesen“, bemerkte Bezirksstellenleiter Dr. Serge Weinmann.

Die Ausfahrten, aufgeschlüsselt nach Gemeinden: Purkersdorf (4019), Gablitz (1079), Pressbaum inkl. Rekawinkel (3563), Tullnerbach inkl. Unter Tullnerbach (701), Mauerbach (617), Wolfsgraben (280), Wien und restliches Umland (105).

Neues SEM-Fahrzeug

Die Sondereinsatzmannschaften des Roten Kreuzes (Beleuchtungseinheit, Hundestaffel) erneuern ihren Fuhrpark, um noch flexibler agieren zu können. Noch heuer soll ein Pritschenwagen mit Hebebühne drei alte Anhänger ersetzen, mit denen die Ausrüstung bisher transportiert wurde. Das neue System hat gleich mehrere Vorteile, betont Bezirksstellenleiter Dr. Serge Weinmann: „Die drei Anhänger blockieren im Ernstfall drei Einsatzfahrzeuge. Das ist eine Erkenntnis aus der Hochwasserkatastrophe 2002. Flexible Module sind universeller einsetzbar, außerdem wird Personal eingespart. Die Feuerwehr hat schon länger auf dieses System umgestellt.“

Bis auf einen Restbetrag von 5000 Euro, für den noch Sponsoren gesucht werden, ist die Finanzierung des neuen SEM-Fahrzeuges gesichert.

Zwei neue Krankentransporter

Als Reaktion auf die Einsparungsmaßnahmen der Krankenkassen stellt das Rote Kreuz die Krankentransporte zunehmend auf Mehrfachtransporte um. Zwei neue „B“-Krankentransportwagen der Marke Ford Transit, die mit je zwei Tragsesseln und zwei Rollstuhlplätzen ausgerüstet sind, werden heuer dafür angeschafft. Pro Ausfahrt können bis zu vier sitzende Patienten transportiert werden. Die effizientere Auslastung der Fahrzeuge kann im Einzelfall freilich etwas längere Transportwege und -zeiten bedeuten. Die Notfallrettung ist von der Systemumstellung selbstverständlich nicht betroffen, erklärte Bezirksstellenleiter Dr. Serge Weinmann.

Ombudsmann hilft bei Problemen

Die Qualitätssicherung seiner Not- und Servicedienste ist dem Roten Kreuz ein wichtiges Anliegen. Sollten unsere Patienten und Kunden dennoch einmal Grund zu einer Reklamation haben, hat seit Jänner unser neuer Ombudsmann Klaus Peter Reschl ein offenes Ohr für jede berechtigte Kritik.

Klaus Peter Reschl ist seit 1975 freiwilliger Mitarbeiter der Bezirksstelle Purkersdorf-Gablitz, hat viel Erfahrung und war lange Zeit in Kommandofunktionen tätig. Seine primäre Aufgabe ist die unbürokratische Bearbeitung von Beschwerden, die die Bezirksstelle Purkersdorf-Gablitz des Roten Kreuzes betreffen. Natürlich können Sie dieses Service auch nützen, um uns Lob auszusprechen oder Verbesserungsvorschläge für unsere Arbeit mitzuteilen.

Die Ombudsstelle erreichen Sie schriftlich unter der Adresse: Bezirksstelle Purkersdorf Gablitz des Österreichischen Roten Kreuzes, ‚Ombudsmann’, Kaiser-Josef-Straße 65, 3002 Purkersdorf. Sie können Klaus Peter Reschl aber auch telefonisch unter 0664/111 51 27 oder per E-Mail unter Ombudsmann@rk3002.com kontaktieren.

First Responder

Aufgrund der durchaus positiven Erfahrungen mit dem Probebetrieb der „First Responder“ in Mauerbach hat sich die Bezirksstellenleitung entschlossen, dieses Projekt in den Regelbetrieb zu übernehmen.

Bisher wurden die mobilen Ersthelfer acht Mal alarmiert. Die Rettungs- und Notfallsanitäter des Roten Kreuzes waren in allen Fällen noch vor dem Eintreffen des Rettungs- oder Notarztwagens am Notfallort um erste Hilfe zu leisten. „Die Alarmierung über die Leitstelle Tulln hat bis jetzt einwandfrei funktioniert“, zeigte sich Georg Schmit zufrieden. Inzwischen haben auch andere Gemeinden Interesse an „First Respondern“ bekundet.

Essen auf Rädern

Seit dem Start im Juni 2002 hat sich die Aktion „Essen auf Rädern“ in Mauerbach sehr zufrieden stellend entwickelt. Das Angebot an täglich frisch gekochtem Essen wird von immer mehr Menschen angenommen. Nach durchschnittlich 99 Abonnenten im Jahr 2002 konnten die Auslieferungen im Vorjahr auf mehr als das Doppelte, exakt auf 2411 Portionen, gesteigert werden.

Breitenausbildung 2004

Jährlich verunglücken tausende Menschen im Straßenverkehr, Haushalt oder in der Freizeit und niemand ist da, der ihnen helfen kann oder will. Seien Sie nicht auch ein solcher „Vorbeigeher“ sondern lassen Sie sich zum Ersthelfer ausbilden.

Der Gesetzgeber hat den ersten Schritt für Sie getan und jeden Führerscheinbewerber dazu verpflichtet, einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. Doch wer sich an seine Schulzeit zurückerinnert weiß, wie schnell man einmal Gelerntes wieder vergisst. Darum sollte das Wissen in Erster Hilfe alle zwei Jahre aufgefrischt und auf den neuesten Stand gebracht werden.

Sie können sich telefonisch unter 02231/62144 anmelden. Alle Kurse finden im Rot Kreuz Haus, 3002 Purkersdorf, Kaiser-Josef-Straße 65, statt. Der Kursbeitrag beträgt 38 Euro.

Grundkurs Erste Hilfe (16 Stunden)
Sa, 24. und So, 25. April 2004 von 9 bis 17 Uhr
Di, 7., Do, 9., Di, 14., Do, 16. und Di, 21. September 2004, jeweils von 19 bis 22 Uhr
Sa, 13. und So, 14. November 2004 von 9 bis 17 Uhr

Führerscheinkurs (Lebensrettende Maßnahmen am Unfallort)
Sa, 8. Mai 2004 von 9 bis 16 Uhr
Di, 6. und Do, 8. Juli 2004, jeweils von 19 bis 22 Uhr
Sa, 11. September 2004 von 9 bis 16 Uhr
Sa, 20. November 2004 von 9 bis 16 Uhr

Kinder-Notfallkurs
So, 21. März 2004 von 9 bis 17 Uhr (Kursbeitrag 20 Euro)


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Letzte Änderung: 2004-03-02