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GABLITZ / Interne „Brösel“ bei der SP: Heinz Knoll verärgert aus Partei ausgeschieden. Auch Nachfolge Neumayers war Thema. VON DORIS PFEIFFER
Bei der Gablitzer SP gingen in den letzten Tagen die Wogen hoch: Fraktionsobmann Heinz Knoll ist aus eigenem Wunsch aus der SPÖ sowie aus der sozialdemokratischen Fraktion des Gablitzer Gemeinderates ausgeschieden. Er wird in Zukunft als „wilder“ Gemeinderat weiter arbeiten. Der Grund für seine Entscheidung: „Auffassungsunterschiede zwischen ihm und einzelnen Mandataren der SPÖ Gablitz.“ Ein „Naheverhältnis“ zu VP-Bürgermeister Jonas wäre ihm vorgeworfen worden und die letzte Aussendung der SP zum Thema „Wasserpreis“, die dem Fraktionsobmann nicht vor Drucklegung zur Durchsicht gegeben worden sei, waren der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte und mit besagtem Knalleffekt endete.
Die Fronten haben sich innerparteilich seit einiger Zeit verhärtet. Kommerzialrat Heinz Knoll: „Zu Vizebürgermeister Neumayer hatte ich stets ein loyales Verhältnis, diese Angriffe habe ich nicht notwendig, zumal für mich das Wohl aller Gablitzer stets über Parteiinteressen gestanden ist.“ Auf sein Mandat als Gemeinderat will der nunmehr ehemalige SP-Mandatar nicht verzichten. „Schließlich wurde ich gewählt, ob dies nun der SPÖ gefällt oder nicht“, meint Knoll. Er werde dem Wählerauftrag auch ohne Parteibuch nachkommen... Aber auch ein anderes Thema sorgte in den letzten Tagen für SP-interne „Brösel“: die Nachfolge von Vizebürgermeister Walter Neumayer. Entgegen den Erwartungen wurde SP-Obmann Ing. Wolfgang Rott nicht für die Funktion des Vize vorgeschlagen. Johannes Hlavaty senior (68) ist einstimmig nominiert worden. Hlavaty zu der ungewöhnlichen Entscheidung: „Gerade wegen der derzeit politischen Situation war es notwendig, die Funktion des Parteiobmannes und des Vizebürgermeisters zu trennen. Dadurch versprechen wir uns eine bessere Arbeit für Gablitz.“ Bürgermeister Gerhard Jonas ist von dieser Entscheidung nicht überzeugt: „Mir ist unverständlich, warum man keinen Jüngeren vorgelassen hat.“
Und auch Walter Neumayer meint: „Ich will niemandem dreinreden, aber in meinem Sinn ist das nicht. Ein jüngerer Bursche wäre mir lieber gewesen.“ SP-Obmann Rott zum Thema: „Habe mit der Entscheidung kein Problem, eine Sache mache ich nur, wenn ich auch gewollt werde, andernfalls hat es wenig Sinn. Außerdem hat Johannes Hlavaty als langjähriger Politiker sicher die meiste Erfahrung.“ | ||
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| Letzte Änderung: 2007-06-10 - Stichwort - Sitemap | ||