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62 Autofahrer zu schnell!
Der Monatsbericht für Juni ist da: 355 Autos geblitzt.
VON DORIS PFEIFFER
GABLITZ / Der erste Monatsbericht bezüglich Geschwindigkeitsüberwachungen ist da: Im Juni wurden insgesamt 62 Schnellfahrer erwischt. „Spitzengeschwindigkeit“ waren 57 Stundenkilometer in der 30er Zone bei der Friedhofskurve. Insgesamt wurden am 18. Juni 355 Autos gemessen: 62 waren davon zu schnell unterwegs. Den betroffenen Autofahrern wird demnächst ein Zahlschein der Bezirkshauptmannschaft ins Haus flattern. Am 13. Juli wurden auf der Hauersteigstraße und am Graben wieder Messungen durchgeführt und dabei wurden keine besonders extremen Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. „Die Messwerte im Juli waren nicht besonders aufregend“, erklärt Heinz Salzer von der Klosterneuburger Firma Velometer, die von der Marktgemeinde für die Verkehrsüberwachung engagiert wurde, zu den Ergebnissen in Gablitz. Von der vorerst befürchteten „Abzocke“ will Salzer aber nichts wissen: Gemessen werde vorwiegend an Gefahrenstellen. Vor allem dort, wo Kinder die Straße überqueren oder häufig Fußgänger anzutreffen sind. „Die am meisten betroffenen Straßenzüge sind die Hochbuchstraße, die Hauersteigstraße, die Ferdinand Rammler-Straße und der Graben, aber auch in vielen Siedlungsstraßen wird zu schnell gefahren“, erklärt Bürgermeister Andreas Jelinek im NÖN-Gespräch. Es gab hier oft Beschwerden wegen Schnellfahrens, aus diesem Grund wurde die Privatfirma für die Geschwindigkeitsüberwachung beauftragt. Vor allem in den 30er-Zonen, die es in den meisten dicht verbauten Siedlungsgebieten gibt, soll vorerst einmal kontrolliert werden.
Jelinek: Strafen sind kein Körberlgeld für Gemeinde „In den letzten drei Jahren gab es 17 bis 20 Unfälle mit Verletzten – darunter Gott sei Dank „nur“ zwei Kinder“, erklärt Jelinek – und Beschwerden über die Messungen gäbe es bisher nur inoffiziell. Jelinek: „Die Zustimmung und Aufforderung, ja nicht damit aufzuhören, ist wesentlich höher.“ Das Gablitzer Gemeindeoberhaupt betont allerdings auch, dass sich die Gemeinde kein „Körberlgeld“ mit dieser Aktion machen will, sondern die Strafeinnahmen im Wesentlichen die Kosten für die Beauftragung der Firma Velometer tragen. Das Ganze ist also ein „Nullsummenspiel“. Jeden Monat wird ein Bericht an die Gemeinde gesendet. Die Daten der Autofahrer werden dabei freilich nicht preisgegeben. Insgesamt soll ein halbes Jahr überwacht werden. Salzer: „Danach wird eine Statistik bezüglich der Sinnhaftigkeit der Verkehrsüberwachung erstellt.“ Der für den Straßenverkehr zuständige Gemeinderat Rupert Winkler (SP) unterstützt das Projekt ebenfalls: „Viele Bürger haben sich wegen einer verstärkten Überwachung an uns gewendet. Aus diesem Grund haben wir uns mit dem Thema Radarmessungen auseinander gesetzt.“
Mit dem zusätzlichen Effekt, auch eine Verkehrsdichtemessung auf der B1 zu erhalten, was ja in Wirklichkeit unser aller Kernproblem ist. Hier waren alle erstaunt, wie viel und vor allem wie schnell Fahrzeuge auf der B1 durch Gablitz unterwegs sind.“
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