PRESSBAUM / Ein historischer Augenblick ging Anfang der Woche in Pressbaum über die Bühne: Alle Bürgermeister von Purkersdorf bis Böheimkirchen versammelten sich im Rathaus um ihre Unterschrift auf die Resolution des Aktionskomitees „Unsere Westbahn - unsere Busse“ zu setzten.
Die unterzeichnenden Bürgermeister bekunden hiermit den ausdrücklichen Wunsch, dass der Regional- und Nahverkehr auf der Westbahn laut dem vorliegenden Plan des Aktionskomitees „Unsere Westbahn - unsere Busse“ mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke Wien - St. Pölten ab dem Fahrplanjahr 2013 betrieben wird.
Pünktlichkeit und kurze Wartezeit
Um den öffentlichen Verkehr auf der Westbahnstrecke zwischen Wien und St. Pölten zu verbessern, arbeitete das Aktionskomitee Vorschläge aus. „Um einen Konsens aller Interessen zu schaffen müssen wir gemeinsam arbeiten“, so Ing. Andreas Offenborn, Sprecher des Aktionskomitees und Vorstandsmitglied von probahn Österreich.
Laut Aktionskomitee ist das Angebot beim Lokal- und Regionalverkehr auf der Strecke Wien-St. Pölten, insbesondere bei den Abend- und Nachtverbindungen lückenhaft. Eine hohe Verspätungsanfälligkeit und lange Fahrzeiten sind die Folge. Das erarbeitete Konzept soll ab 2013 mit Inbetriebnahme der Bahnstrecke durch das Tullnerfeld diese Lücken schließen.
Dazu soll die S50 bis Rekawinkel einen Halbstundentakt sieben Tage die Woche während des ganzen Tages erhalten. Zusätzlich dazu wird in den Hauptverkehrszeiten eine 15-minütige Verbindung zwischen Wien-Hütteldorf und Tullnerbach-Pressbaum gefordert. Auch die Regioanlzüge nach St. Pölten im Stundentakt sollen beschleunigt werden und die Buslinie 354 von Liesing über Wolfsgraben nach Tullnerbach-Pressbaum stündlich geführt und mit dem Bahnfahrplan abgestimmt werden.
„Es ist revolutionär was wir hier geschaffen haben. Wir optimieren die bereits vorhandenen Züge, damit Reiseketten und -zeit zusammenpassen“, ist sich Offenborn seiner Sache sicher.
Durch das Mehrangebot und den Lückenschluss zu Fernverkehr will Offenborn „die Anspruchnahme der Bahn erhöhen“.
Gegenstand des von Gregor Planche erstellten Konzeptes ist aber auch die Erhaltung der Haltestellen. „Kern ist: jede Haltestelle soll in Betrieb bleiben,“ führt Offenborn aus.
Wichtig ist dem Aktionskomittee auch, dass bei einer Umsetzung des Konzeptes „Keine Elemente heraus genommen werden, denn jedes Element trägt eine gewisse Aufgabe.“
Weitergabe zur Finanzierung
Der nächste Schritt zum neuen Fahrplan ist die Weitergabe des Konzeptes an die Regierungen der Länder Niederösterreich und Wien, um gemeinsam die erforderlichen Mittel bis November 2011 zu budgetieren und in Folge die erforderlichen Verkehrsdienstleistungen zu bestellen.
„Wir erwarten uns dadurch eine erhebliche Reduktion des Straßenverkehrs und der damit verbundenen Belastungen, insbesondere der dadurch erzeugten CO? -Emissionen, in und entlang unserer Gemeinden. In weitere Folge sind wir überzeugt, damit aktiv dazu beizutragen, die Klimaschutzziele Österreichs erreichbar werden zu lassen“, sind sich die Bürgermeister einig.