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GABLITZ / „Es ist eine schwierige Zeit“, kommentierte Bürgermeister Michael Cech die finanzielle Situation der Gemeinde bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Bei der Präsentation des Nachtragsvoranschlags und des Budgetvoranschlages für 2011 durch VP-Finanzreferentin Ingrid Maygraber dominierte der strenge Rotstift und der geballte Wille zum Sparkurs. Gebührenerhöhungen gibt es ab 1.1.2011 u.a. bei der Abfallentsorgung oder der Gebrauchsabgabe (siehe Infobox links). Beschlossen wurde auch die jährliche Anpassung der Gebühren an den Verbraucherpreisindex. Lamers: „Das letzte der fetten Jahre“ „Nach dem Budget zu urteilen, sieht das nächste Jahr ziemlich dramatisch aus. Das war das letzte der fetten Jahre - und das war schon nicht besonders fett. Wir gehören bereits in die Kategorie der finanzschwachen Gemeinden, die im nächsten Jahr eine Bedarfszuweisung bekommen werden“, bemerkte Grünen-Gemeinderat Gottfried Lamers. Die Bedarfszuweisung werde im kommenden Jahr 64.200 Euro betragen, erklärte Ingrid Maygraber. Zusätzlich sei 2011 mit Mehreinnahmen aus den Ertragsanteilen in der Höhe von 200.000 Euro zu rechnen. Einnahmenseitig sei die Erhöhung der Abfallwirtschaftsgebühren notwendig, da man im Vorjahr in diesem Bereich einen Abgang von 23.315,27 Euro erzielte. Ein ausgeglichener ordentlicher Haushalt sei nur durch striktes Sparen zu erreichen, mahnte Maygraber. Zu diesem Zweck müssten Wertpapiere in der Höhe von 88.500 Euro (für Personalkosten und die Erstellung eines Kanalkatasters) entnommen werden und die jährliche Rate von 14.500 Euro (Rückführung vom Gewerbehof an die Kanalrücklage) ausbleiben. Laut Voranschlag 2011 wird sich der Schuldenstand der Gemeinde auf 8.032.300 Euro (minus 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr) reduzieren. Bürgermeister Cech: „Kleinere Brötchen backen“ Insgesamt ortet die Finanzreferentin „kaum Spielraum für neue Aktivitäten“. „Jetzt heißt es, kleinere Brötchen zu backen“ formuliert Michael Cech das Gebot der Stunde. „Wir werden jeden Euro zwei Mal umdrehen müssen. Es geht uns aber immer noch besser als anderen Gemeinden. Denn wir müssen weder Vereinsförderungen auf Null setzen noch die Straßen und Kindergärten verrotten lassen, wie das in anderen Gemeinden der Fall ist.“ Für Projekte im Straßenbau sind im nächsten Jahr 90.000 Euro veranschlagt, für das ein Darlehen über 30.000 Euro aufgenommen werden muss. Weiters ist die Durchführung eines Kanalkatasters mit sechsjähriger Laufzeit geplant. Probebetrieb für Arztaxi kommt Mit den aus dem fünfprozentigen Gehaltsverzicht der Gemeindepolitiker stammenden Finanzmitteln (Infobox rechts) wird im nächsten Jahr u.a. ein Probebetrieb eines Arzttaxis finanziert. Mit dem neuen Fahrtendienst sollen gebrechliche Menschen und Personen ohne eigenes Fahrzeug zu Ärzten in Purkersdorf oder ins Gablitzer Zentrum gelangen. Als mögliche Betreiber wurden der Samariterbund oder das Rote Kreuz genannt. SPÖ: Peter Almesberger folgt auf Wolfgang Rott
Eine Neuerung gab es bei der SP-Fraktion: Wolfgang Rott verlässt den Gemeinderat. Als sein Nachfolger wurde Polizist Peter Almesberger angelobt. Er wird in den Ausschüssen Kultur und Fortbildung sowie Dorfentwicklung und Naturschutz tätig sein.
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| Letzte Änderung: 2010-12-15 - Stichwort - Sitemap | ||||