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U-Bahn bleibt in Wien
REGION PRUKERSDORF / Verkehrsplaner Zibuschka erteilt Verlängerung der U-Bahn eine Absage. Höchtl hat schon alternative Idee.
VON ERNST SUSICKY
Das Thema Straßenbahn- bzw. U-Bahn-Verlängerung ins Wiener Umland ist laut Niederösterreichs oberstem Verkehrsplaner Friedrich Zibuschka vorerst vom Tisch. Basis für diese Entscheidung ist eine Analyse der Verkehrsströme von und nach Wien. Diese brachte zwei Erkenntnisse: Das Fahrgastpotenzial ist zu gering und die Investitionskosten wären zu hoch.
Für Bürgermeister Mag. Karl Schlögl war das Thema „schon seit geraumer Zeit vom Tisch“. Als Grund führt auch er die zu hohen Kosten und die niedrige Frequenz an. „Viel wichtiger als Alternative ist jetzt der Ausbau der S-Bahn“, so der Bürgermeister weiter. Das soll 2012 passieren, wenn der Wienerwaldtunnel fertiggestellt ist.
Ex-Nationalrat Josef Höchtl, Leiter der Gruppe „Verkehrsverbesserung ins Wiener Umland“ und langjähriger Verfechter der U-Bahn-Verlängerung, hat ebenfalls schon umgeschwenkt: „Eine reine U-Bahn-Verlängerung ist nicht leistbar. Die U-Bahn müsste in Niederösterreich auf den ÖBB-Bahngeleisen fahren.“ Das sei mit einem „Zwei-System-Fahrzeug“, das die verschiedenen spurbre8iten ausgleicht, möglich.
Eine automatische Umstellung ohne Halt wäre laut Höchtl möglich. „Diese Variante kostet wesentlich weniger und ist möglicherweise das System der Zukunft, so wie es in anderen Hauptstädten der Welt bereits der Fall ist“, so Höchtl abschließend.
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