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Offenborn: „Jetzt schon Fahrplan 2013 planen“
BEZIRK PURKERSDORF / Das Aktionskomitee „Unsere Westbahn - Unsere Busse“ redet wieder mit den ÖBB. 2011 wird der Fahrplan wieder besser.
VON BURKHARD WEIGL
Nachdem die ÖBB 20 Züge im Regionalverkehr auf der Westbahn ersatzlos gestrichen hatten, herrschte lange Zeit Funkstille zwischen dem Komitee und den Bundesbahnen. „Dann ist die ÖBB auf uns zugekommen und wir reden wieder miteinander“, erzählt Andreas Offenborn, der sich seit vielen Jahren für die Anliegen der Pendler einsetzt.
Bei einem bezirksweiten Treffen von Bahn- und Busfahrern im Gasthaus Schödl konnten Gregor Planche und Andreas Offenborn schon über erste Verhandlungserfolge berichten.
Gregor Planche legte eine Strategie zur Verbesserung des nächsten Fahrplans ab Dezember 2010 vor. Die sechsminütige Fahrtpause einiger REX-Regionalexpresszüge in den Stationen Tullnerbach und Wien-Hütteldorf soll es ab 2011 nicht mehr geben. Auch nicht die - etwas kürzeren - Fahrtpausen einiger Züge der S 50. Dafür wird die S 50 wieder einmal zu anderen Zeiten abfahren und wieder nicht im Halbstundentakt.
„Wahrscheinlich wird sich nur ein Takt mit 20 beziehungsweise maximal 40 Minuten Wartezeit auf den nächsten Zug ausgehen“, erklärt Andreas Offenborn.
Den Zugverkehr ab dem Jahr 2013 jetzt schon planen
Das Komitee denkt aber schon viel weiter voraus: „Wir müssen jetzt schon für 2013 die Finanzierung durch das Land sicherstellen“, so Offenborn.
In einer Grundsatzvereinbarung haben sich Niederösterreich, der Bund und die ÖBB am Anfang des Jahres auf das Bestellwesen für Mehrleistungen geeinigt. Das Problem: Die ÖBB erbringt jetzt schon mehr Schienenkilometer, als vom Land bestellt. Offenborn: „Das Land zahlt zu wenig. Es zahlt zwar Bahnkilometer, weiß aber nicht welche. In Wirklichkeit geht das Problem vom Bund aus, weil es keine klaren Richtlinien gibt.“
Dadurch könnte sich nach Fertigstellung des Wienerwaldtunnels das Problem ergeben, dass zwar genügend Schienen vorhanden sind, aber zu wenig Geld, um genügend Züge darauf fahren zu lassen. „Nur wenn auch in den Randzeiten ein ordentlicher Nahverkehr angeboten wird, nehmen die Kunden das Angebot der ÖBB wahr“, ist sich Bahn-Experte Offenborn sicher.
Obwohl jeder Fahrplan immer ein Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Interessen sein wird, sollten Minimalforderungen umgesetzt werden: Ein täglicher Halbstundentakt zwischen Wien-Westbahnhof und Rekawinkel und ein Stundentakt zwischen Wien-Westbahnhof und St. Pölten.
Das nächste Treffen findet am 1. Juli statt.
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