|
ÖVP: Cech und Jelinek rittern um die Wähler
GABLITZ / Die ÖVP präsentiert nicht nur zwei Kandidaten, sondern auch zwei Teams. Entscheiden werden die Vorzugsstimmen.
|

Team Cech
GGR Ing. Michael Cech
GGR Christine Rieger
VBgm. Franz Gruber
GR M.Dundler-Strasser
Mag. Klaus Frischmann
GR Ingrid Maygraber
GR Mag. H. Grossenberger
GR Michael Jonas-Pum
DI Thomas Kadlec
Christine Kröll
Bgm. a.D.Gerhard Jonas
Mag. Nicole Reiss-Wenhardt
Ing. Robert Schreiner
Barbara Spona
GR Gerald Heissig
Mag. Clemens Schöfmann
Franz Kral jun.
Alexander Prinz
Dr. Gürkan Sengölge
Gertraude Hess
Otto Novacek
Johann Spielmann
Christiana Mayr
Ing. Leopold Rainer
Sandra Meninger
|

|

Team Jelinek
Bgm. Andreas Jelinek
GGR Karin Sobotka
GR Günter Querfeld
GR Bernhard Haas
Monique Weinmann
Benno Karner
Edith Leitgeb
Ing. Fritz Jursik
Norbert Silhengst
Katharina Jelinek
DI Johannes Wiesinger
Thilde Slama
Hermine Czerni
Wolfgang Schuster
GR Fritz Warholek
Katharina Schwarzer
Ing. Georg Ehrengruber
Erich Kalkbrenner
Ing. Heinz Hanko
Ingeborg Steurer
Reinhard Eggner
Judith Jelinek
Ing. Thomas Leitgeb
Erwin Haas sen.
Ing. Rudolf Schwarzer
|
VON JACQUELINE KACETL
Nach längeren internen Kontroversen übt sich die ÖVP Gablitz in der Demonstration von Einigkeit und friedvollem Miteinander. Beim Sonderparteitag im vergangenen September konnte Bürgermeister Andreas Jelinek die Wogen der Kritik an seiner Person zwar wieder glätten, die Stimmung blieb jedoch getrübt.
Vorzugsstimmenmodell nach internen Kontroversen
Mit dem Vorzugsstimmenmodell wollte man die Kontroverse zwischen VP-Fraktionsobmann Michael Cech und dem amtierenden Bürgermeister wieder in geordnete Bahnen lenken. Das neue System sieht vor, dass der Kandidat mit dem meisten Vorzugsstimmen von der ÖVP zum Bürgermeister nominiert wird. Im NÖN-Gespräch bekräftigt Jelinek, dass man gemeinsam in die Wahl gehe - „aber mit der Option, das Vertrauen dem zu schenken, der für das Amt am besten geeignet ist.“ Jelinek: „Es geht nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern um die Zukunft der Gemeinde.“ In einer Aussendung betont die ÖVP, dass beide Kandidaten „mit Sportsgeist auf diese Vorzugsstimmen-Wahl“ zugingen. Auch Michael Cech freut sich „über den modernen Weg“ und „die demokratische Möglichkeit für die Bürger, ihre zukünftige Vertretung selbst zu wählen.“
Jeweils 25 Kandidaten stellen sich der Wahl
Gegenüber dem angekündigten Sportsgeist scheinen nun die persönlichen Befindlichkeiten auf der Überholspur zu sein. Die beiden VP-Spitzenkandidaten gehen mit unterschiedlichen Teams in die Wahl. Auf seiner Homepage präsentiert sich Gemeindevorstand Michael Cech als „moderner Manager mit viel Herz und Verstand“ und bekundet: „Die Zeit ist reif für einen neuen Weg in Gablitz!“
Cech und Jelinek gehen mit jeweils 25 Kandidaten in die Wahl. In der Liste von Spitzenkandidat Michael Cech reihen sich noch weitere sechs Gemeinderäte - darunter Christine Rieger, Manuela Dundler-Strasser oder Ingrid Maygraber. Auch Altbürgermeister Gerhard Jonas steht hinter Cech, der auf „eine Mischung aus Ur-Gablitzern und jungen Leuten“ Wert legt, „die nach Gablitz gezogen sind und sich hier engagieren wollen.“
Ergänzung nach Reißverschluß-Prinzip
Im Team des Bürgermeisters finden sich vier Gemeinderäte. Die geschäftsführende Gemeinderätin Karin Sobotka, Umweltgemeindrat Bernhard Haas sowie Günter Querfeld und Fritz Warholek stehen hinter Jelinek. Gegenüber der NÖN betont Jelinek, dass das berufliche Wissen der Kandidaten besonders wichtig sei. Jelinek: „Die Kandidaten stammen aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern. Die Kompetenz, die die Menschen aus ihrem Berufsleben mitbringen, sollen sie auch in die Gemeindearbeit einbringen.“
Auf der VP-Liste sollen sich die Kandidaten der beiden Teams im Reißverschluss-Prinzip ergänzen.
Dass sich hinter den beiden konkurrierenden Teams von Jelinek und Cech mehr Rivalität als nur „Sportsgeist“ verbergen könnte, weist VP-Bezirksparteiobmann Lukas Mandl vehement zurück. Mandl: „Es ist ganz klar, dass jeder mit seinem Team antritt. Ich ziehe den Hut vor so viel Wettbewerbsgeist. Es ist ein freundschaftliches Miteinander der beiden Kandidaten. Durch das Vorzugsstimmensystem wird die ÖVP noch näher aneinander rücken.“
Getrennte Präsentation war „nicht abgesprochen“
Bei Bürgermeister Andreas Jelinek stößt die getrennte mediale Präsentation der beiden Teams hingegen auf Verwunderung: „Mit mir wurde diese Vorgangsweise nicht abgesprochen.“
Den Umgang miteinander bezeichnet Jelinek als „korrekt“. Er bedauere, dass „es zu dieser Entwicklung gekommen ist, die zu zwei Sublisten geführt hat.“ Er gehe aber mit positiven Gefühlen in die Wahl. Jelinek: „Ich habe in meiner Amtszeit wichtige Projekte wie den Anschluss an die zweite Wiener Hochquellwasserleitung umgesetzt. Die Gablitzer Bevölkerung ist kritisch und intelligent. Ich vertraue den Wählern, dass sie gute Arbeit honorieren.“
Auf die Wähler setzt auch VP-Fraktionsobmann Michael Cech, der als Bürgermeister einen antiautoritären, bürgernahen Führungsstil durchsetzen möchte. Cech: „Ich bevorzuge einen offenen Weg und die Einbindung der Bürger. Wenn jemand ein Anliegen hat - zum Beispiel ein Problem mit seinem Nachbar - würde ich direkt zum Betroffenen kommen und versuchen, persönlich in der Sache zu vermitteln.“ Cech sieht sich selbst als „Teamspieler, der eng mit den anderen Fraktionen zusammenarbeitet.“ Dass auch die Präsentation mit jeweils eigenen Teams erfolge, sei nicht als negatives Signal zu interpretieren. Das Kommunikationskonzept sei mit der Landespartei abgestimmt worden. Dass der Bürgermeister davon nichts gewusst habe, könne er nicht nachvollziehen. Er habe mit ihm einen „fairen Umgang“ gefunden. Jeder präsentiere seine Ideen und werbe für Vorzugsstimmen. Die Gefahr einer Abspaltung bestehe nicht, so Cech. Mit einem Vorzugsstimmensystem getrennt in den Wahlkampf zu gehen, sei „die beste Lösung.“
_________________________________________________________________________________________
Dazu ein Zitat aus einerSonderausgabe Gablitzer Volksblatt:
Die Bürgerinnen und Bürger von Gablitz haben ein Recht darauf, dass ihre Politikerinnen und Politiker konstruktiv an der Entwicklung der Gemeinde und der Lösung auftretender Probleme arbeiten.
Die Bürgerinnen und Bürger wollen nicht, dass aufgrund einer bevorstehenden ......... Wahl, latenter Profilierungsneurosen, oder parteiinterner Spannungen ein ständiges Hick-Hack das Arbeiten für Gablitz behindert oder vielleicht sogar verhindert.
J.W.
|