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Barrierefreies Gablitz
GABLITZ / „Barrierefreiheit“ soll nicht nur diskutiert, sondern auch erfolgreich umgesetzt werden.
„Barrierefreies Gablitz“ klingt gut. Doch was genau soll das bedeuten?
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, traf sich am Donnerstag dem 3.12.2009 eine engagierte Gruppe im Gemeindeamt. Der diplomierte Behindertenpädagoge Henning Glause und Ing. Alfred Luger vom Bildungs- und Heimatwerk informierten über Ziele und Schwerpunkte von Barrierefreiheit und die Möglichkeiten Verbesserungen für alle Menschen zu erreichen.
Was in der Theorie schon ganz gut klang, wurde in der Praxis getestet: Ausgerüstet mit Rollstuhl, Blinden-Taststock und Kinderwagen wurde der Ortskern erkundigt und auf tatsächliche Hindernisse aufmerksam gemacht.
Als Herausforderungen erwiesen sich vor allem die Straßen, denn das Pflaster machte das Schieben von Rollstühlen um einiges schwerer und auch die Eingänge der Geschäfte waren mit Rollstuhl schwer passierbar. Mag. Veronika Wipp von der niederösterreichischen Dorf- und Stadterneuerung moderierte die abschließende Besprechung, bei der Sichtweisen ausgetauscht und über weitere Schritte diskutiert wurde.
„Barrierefreiheit bedeutet eine möglichst gleich hohe Zugänglichkeit zu Gebäuden und Informationen für alle Menschen zu gewährleisten. Wenn man die österreichischen Daten zu Körperbehinderungen, Sinnes-, Sprach- oder geistige Behinderung auf Gablitz durchrechnet, kommt man auf ungefähr 300 Personen, für die Schwellen und Stufen ein echtes Problem darstellen“, erklärt Initiator und Umweltgemeinderat DI Bernhard Haas.
Barrierefreiheit soll nicht nur ein leeres Wort sein
„Ein barrierefreies Gablitz bietet nicht nur für diese Personen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, sondern auch hohe Lebensqualität für unsere älteren Mitbürger.“
Ortschef Andreas Jelinek hat da eine ganz ähnliche Sichtweise: „Nachdem das Gemeindeamt bereits erfolgreich barrierefrei gestaltet wurde (*), sollen nun weitere Schritte gesetzt werden. Eine Arbeitsgruppe im Dorferneuerungsverein wird dieses Thema weiterführen. Besonders herzlich bedanken möchte ich mich bei Simon Dörflinger, der seit vielen Jahren dieses Thema unermüdlich vorwärtstreibt“, sagt der Bürgermeister.
Gemeinderat Wolfgang Rott dazu: „Als rasche Maßnahme wird - auf Anregung von engagierten Gablitzern - im Straßenausschuss geprüft, ob ein Behindertenparkplatz vor der Apotheke umsetzbar wäre“, so Rott.
* Bei der Begehung durch die Gruppe, unter Führung der beiden diplomierte Behindertenpädagoge, wurden auch für das Gemeindeamt noch Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet. Nach Umsetzung dieser Punkte kann der "Ortschef Andreas Jelinek" dann entgültig das Gemeindeamt als barrierefrei gestaltet erklären. J.W.
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