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„Einige Aussagen stimmen nicht“
GABLITZ / Die Aussagen von Bürgermeister Jelinek in der Vorwoche sorgten für Aufregung in der VP: In einem Schreiben werden einige Zitate als unrichtig dargestellt.
VON DORIS PFEIFFER
Die Reaktion von Bürgermeister Andreas Jelinek in der Vorwoche hat helle Empörung von Seiten der Volkspartei ausgelöst: „Jelinek stellt die monatelangen Diskussionen und mehrfachen Abstimmungen als Putsch dar, das entspricht absolut nicht der Wahrheit“, heißt es da in einem Schreiben, das im Namen von acht VP-Gemeinderäten verfasst wurde. „Das zeigt viel über seine demokratische Sicht, es wurden über ein halbes Jahr lang zum Thema Spitzenkandidat bei der Gemeinderatswahl 2010 sehr offene Diskussionen geführt, doch offene Diskussionen sind leider für Bürgermeister Jelinek unangenehm, er bevorzugt Vieraugengespräche und das ist ein großes Problem“, so Fraktionsobmann Michael W. Cech.
Und weiter: „Im März haben vier Fraktionsmitglieder den Bürgermeister auf die Stimmung in der Bevölkerung und der ÖVP Fraktion angesprochen. Es ist aber nicht richtig, dass man in diesem Zusammenhang Vizebürgermeister Gruber als möglichen Nachfolger ins Spiel gebracht hat. Auch war in diesem Gespräch eine Rücktrittsaufforderung nie ein Thema.“ Die „abgehobene und lehrmeisternde Haltung“ - so Cech - habe auch den Unmut der Bevölkerung hervorgerufen. Aus diesem Grund hätte es mehrere Zusammenkünfte gegeben, die aber kein Ergebnis gebracht hätten.
Telefonumfrage brachte schlechtes Ergebnis
Cech: „Eine repräsentative Telefonumfrage hat ergeben, dass fast 70 Prozent der Gablitzer nicht hinter Jelinek als Bürgermeister stehen, auch das hat er weiter negiert und das Alarmsignal nicht verstanden.“ In einem Gemeindeparteivorstand hat sich die Mehrheit der Vorstandsmitglieder dafür ausgesprochen einen Neuanfang zu machen. „Gemeinsam haben wir nach Alternativen gesucht, wie man das Team der ÖVP Gablitz wieder vereinen könne. Nach Nennung von Franz Gruber im Juni wurde diesem nach außen durch Jelinek und einigen anderen die Qualifikation abgesprochen. Um hier nicht zu polarisieren wurde nach weiteren Alternativen überlegt“, so der Fraktionsobmann.
Das ist „Schönrechnerei“ das Ergebnis war eindeutig
Auch Jelineks Aussage, dass nur 20 Prozent der Mitglieder gegen ihn gestimmt hätten wird zurückgewiesen: Bei der einberaumten Mitgliederversammlung seien laut VP rund 100 Mitglieder anwesend gewesen: Etwa 67 Prozent hätten dabei gegen Jelinek gestimmt: Die „Jelinek-Formel“ von nur 20 Prozent sei - so Cech - lediglich „schöngerechnet.“ Auch Altbürgermeister Gerhard Jonas spricht von „herumrechnereien eines Lehrers“, denn das Ergebnis sei eindeutig. Er will jedenfalls weiterhin als Kandidat zur Verfügung stehen, auch wenn er schon bedauert da jetzt „mittendrin zu hängen“.
Kleinigkeiten hätten - so Jonas - den Konflikt ausgelöst, dennoch findet er harte Worte: „ Jelinek hat es in nur einem Jahr geschafft die Partei auseinander zu treiben.“
Gegen Jelinek
Vizebürgermeister Franz Gruber, GGR Michael W. Cech (Parteiobmann), GGR Christine Rieger (Stv. Parteiobfrau), GR Manuela Dundler-Strasser (Obfrau VP-Frauen), GR Mag. Heidemarie Grossenberger, GR Ingrid Maygraber, GR Gerald Heissig, GR Michael Jonas-Pum.
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