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GABLITZ / Abstimmung bei ÖVP-Mitgliederversammlung brachte überraschendes Ergebnis: Die Parteimitglieder wollen, dass Gerhard Jonas wieder Bürgermeister wird.
VON GILA WOHLMANN
Gerüchte krassieren derzeit in der Gemeinde Gablitz: Bürgermeister Andreas Jelinek solle auf Wunsch der eigenen Fraktion als Ortsoberhaupt den Hut nehmen.
Die NÖN hat nachgefragt: Und wirklich: Die VP Gablitz ist mit ihrerem „Boss“ nicht mehr zufrieden. VP-Fraktionssprecher Michael Cech nahm Stellung: „Die ÖVP Gablitz kommt derzeit nicht mehr gut an. Das hat uns das Feedback der Bevölkerung in den letzten Monaten gezeigt.“ Bei einer Umfrage der Landespartei in verschiedenen Gemeinden wäre bei den Gablitzer Reaktionen deutlich Kritik am Bürgermeister hervorgegangen.
Eine Wiederwahl Jelineks zum Ortsoberhaupt würden nur wenige wünschen, denn dieser agiere oft zu „abgehoben“, meint Cech. „Es ist nicht so, dass die Arbeit beeinträchtig ist, Projekte schreiten durchaus voran, aber Jelinek handelt leider oft sehr eigenwillig. Wir werden zu wenig informiert und miteinbezogen“, nennt Cech als Mitgründe für den Wunsch eines neuen Gemeindechefs.
Parteiinterne Abstimmung: 67 Prozent gegen Jelinek
Auch seine Führungsqualitäten ließen, so wird es aus den eigenen Reihen laut, zu wünschen übrig. Aus diesem Grunde wurde vor drei Wochen eine Parteimigliederversammling einberufen, zu der, erinnert sich Cech, rund ein Drittel der Parteimitglieder des Ortes gekommen wären.
Bei dieser wurde dann eine Abstimmung gemacht. Das Ergebnis: erschütternd. 67 Prozent der bei der Versammlung anwesenden VP-Mitglieder wünschen einen anderen Bürgermeister.
„Es ist nicht so, dass wir dezidiert einen Rücktritt Jelineks verlangen, aber mit dieser Abstimmung wollen wir Fakten auf den Tisch legen, die Jelinek zum Nachdenken anregen sollen.
Altortschef Gerhard Jonas Punkte durch Bürgernähe
Cech schlägt als Nachfolger Altbürgermeister Gerhard Jonas vor. „Dieser ist nicht nur nach seiner 17-jährigen Laufbahn als Ortschef erfahren und aufgrund seiner Bürgernähe äußerst beliebt im Ort, als Pensionist hat er auch genügend Zeit, sich diesem Amt zu widmen.
Außerdem kennt er im Land sämtliche Leute gut und kann dort regelmäßig an Besprechungen teilnehmen, was uns in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wo es gilt, Geld für die Gemeinden aufzustellen, nur förderlich sein kann. Das ist für jemanden voll Berufstätigen nur schwer zu vereinbaren“, begründet Cech seinen Vorschlag eines Comebacks des Altbürgermeisters und manifestiert: „Es ist mir wichtig, dass wir wieder alle an einem Strang ziehen. Um die interne und externe Unzufriedenheit in Griff zu bekommen.“
Ende August soll es eine Vorstandssitzung der VP Gablitz geben. Bis dahin hält sich Ortschef Andreas Jelinek seine Entscheidung offen.
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